Sinnlose Opfer einer verwilderten Verkehrsmoral

24. Februar 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Als alarmierend hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) den Anstieg der Toten und Verletzten im Straßenverkehr bezeichnet. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Fast 4000 Menschen starben im vergangenen Jahr auf den Straßen, über 390 000 wurden verletzt. Das sind Steigerungen von 9,4 bzw. 5,5 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Das sind sinnlose Opfer einer verwilderten Verkehrsmoral.“ Seit langem habe die Gewerkschaft der Polizei vor dieser Entwicklung gewarnt. Witthaut: „Mit dem wachsenden Verkehrsaufkommen hat die Überwachung nicht nur nicht Schritt gehalten, sie wurde durch den Abbau der Polizei weiter reduziert. Wer kaum Gefahr läuft, bei Verkehrsverstößen erwischt zu werden, hält sich bald an gar keine Regel mehr.“

Witthaut weiter: „Meine Kolleginnen und Kollegen in den Verkehrsdiensten berichten seit langem über eine sinkende Verkehrsmoral. Rücksichtlose Fahrweisen, Alkohol, überhöhte Geschwindigkeit und die Missachtung von Verkehrsregeln nehmen zu.“ Eine höhere Verkehrssicherheit könne nur, so der GdP-Vorsitzende, durch eine konsequente Überwachung der geltenden Verkehrsregeln erreicht werden. Das kann nur eine ausreichend präsente Polizei leisten.“ Der GdP-Vorsitzende forderte die verantwortlichen Politiker in den Ländern auf, die Verkehrsdienste der Polizei spürbar personell zu stärken.

Der GdP-Vorsitzende kritisiert das Statistische Bundesamt, das zur Erklärung der zu vielen Toten und Verletzten die milde Witterung heranziehe. Witthaut: „Das ist absurd. Die Menschen sind doch nicht am Sonnenbrand gestorben. Wir müssen der Leichtsinnigkeit, Rücksichtslosigkeit und Regelwidrigkeit im Straßenverkehr den Kampf ansagen.“

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