Bilanz der Fastnachtsveranstaltungen 2012

24. Februar 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz | Drucken

„Die Fastnachtszeit stellt die Polizei immer wieder vor besondere Herausforderungen. Gemessen an der Zahl der Feiernden in diesem Jahr bei schönem Wetter und aller Orten Rekordzahlen bei den Besuchern, ist der Höhepunkt der ‚Närrischen Tage‘ in Rheinland-Pfalz allerdings ohne größere Zwischenfälle verlaufen“, sagte Innenminister Roger Lewentz in einer ersten Bilanz. Gemeinsam mit Ministerpräsident Kurt Beck bedankte er sich bei allen Einsatz- und Rettungskräften für die hervorragende Arbeit in den vergangenen Tagen.

Bereits in den zurückliegenden Jahren reagierte die Polizei im Zusammenwirken mit den Ordnungsbehörden im Sinne eines kooperativen und ganzheitlichen Ansatzes, unter anderem durch das Einrichten glasfreier Veranstaltungsbereiche und das Verbot des Mitführens alkoholhaltiger Getränke als Reaktion auf den zunehmenden Alkoholkonsum jüngerer Besucherinnen und Besucher und die damit einhergehenden Gewaltdelikte.

„Folglich lag der Schwerpunkt der polizeilichen Einsatz- und Kontrollmaßnahmen auch in diesem Jahr wieder auf der Verhinderung von Gewaltdelikten sowie der Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzes“, so Lewentz. Der gemeinsame Straßenumzug der Städte Ludwigshafen und Mannheim sowie die Umzüge in Trier und Koblenz seien vergleichsweise störungsfrei verlaufen. Es kam zu mehreren Körperverletzungsdelikten und vereinzelten Sachbeschädigungen sowie anderen Straftaten. Zudem mussten rund 100 Platzverweise erteilt werden.

Als herausragendes Ereignis der Straßenfastnacht stellte sich wieder der Rosenmontagsumzug in Mainz mit rund 500.000 Besuchern dar. Das Polizeipräsidium Mainz setzte mit Unterstützung anderer Präsidien und der Bereitschaftspolizei 790 Polizeikräfte ein, um die notwendigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und zur Strafverfolgung vorzunehmen zu können. Allein während des Umzugs in der Landeshauptstadt wurden bei Jugendschutzkontrollen von Polizei und Mitarbeitern des städtischen Jugendamtes 544 junge Menschen überprüft. Dabei wurden 174 Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt und über 120 Liter an alkoholischen Getränken vernichtet. Zudem musste die Polizei gegenüber dem Vorjahr statt 36 nur 26 Personen in polizeilichen Gewahrsam nehmen. Insgesamt wurden 72 Strafanzeigen gestellt. In 138 Fällen mussten gegen aggressive Besucher Platzverweise erteilt werden.

„Bedenklich ist, dass es in Mainz auch zu Übergriffen auf Polizeibeamte kam. Insgesamt wurden vier Kollegen im Rahmen von Amtshandlungen leicht verletzt, ein Beamter musste sogar seinen Dienst vorzeitig beenden. Dieses Verhalten ist nicht zu tolerieren und wird konsequent strafrechtlich verfolgt“, so der Innenminister. Die gute Zusammenarbeit von Polizei und Ordnungsbehörden habe sich jedoch insgesamt bewährt und den Narren zum Höhepunkt der Karnevalssaison sichere und weitestgehend friedliche Feiern beschert. „Trotz lokaler Ausreißer zeigt dies, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Roger Lewentz.

 

 

 

 

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