Mehr Geld bei wechselndem Ort der Arbeit!

23. Februar 2012 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Gute Nachrichten für Kolleginnen, die regelmäßig den Dienst in verschiedenen Orten antreten müssen. Das kann ja passieren, wenn man weitere Aufgaben übernimmt, die aber woanders erledigt werden. Das gilt zum Beispiel beim Sport oder für das Schießtraining. Es geht um die Wege zur Arbeit und wie sie berechnet und von der Steuer begünstigt werden.

Das oberste deutsche Finanzgericht, der BFH, hat Ende vergangenen Jahres neue, andere Urteile als bisher gesprochen. Stichwort ist der „regelmäßiger Arbeitsplatz“. Der ist danach dort, wo man an mindestens 20% der Arbeitstage, also einem Tag in der Woche im Regelfall, hinfährt. Wenn man an den anderen Tagen seine Arbeit woanders beginnt, sind die Fahrten dorthin steuerrechtlich nun nicht mehr „Dienst am anderen Ort“, sondern Dienstreise. Und für Dienstreisen gilt, dass der Steuerpauschalsatz nicht 30 Cent für den einfachen Weg, sondern für den doppelten Weg, Hin- und Rückweg, gilt.

Damit kann sich eine Erhöhung der absetzbaren Werbungskosten ergeben, wenn sich die wechselnden Orte im Stadtgebiet verteilen. Das gilt allerdings nur für selbst fahrende Autofahrer, nicht für Beifahrer, öffentliche Verkehrsmittel und nicht für Radfahrer!

Durch ministerielle Entscheidung ist das neue Recht in allen Fällen auf Antrag auch für 2011 anzuwenden. Also bei der Einkommenssteuererklärung/LStJA darauf achten! (BFH vom 9.6.11, VI R 55/10, 36/10, 58/09; Schreiben BuMinFin IV –c 5, S 2353/11/10010 v. 15.12.11.

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