Gleiche Wochenarbeitszeit für Beamte und Beschäftigte

20. Februar 2012 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Seit Jahren weisen die Statusgruppen im öffentlichen Dienst teilweise erhebliche Unterschiede bei der wöchentlichen Arbeitszeit auf. Besonders in den Bereichen, in denen – wie im Strafvollzug – Dienstleistungen rund um die Uhr zu erbringen sind, führt dieser Zustand zu einem erhöhten und zudem völlig überflüssigen Veraltungsaufwand. Es ist an der Zeit zu vernünftigen Regelungen bei der Arbeitszeit zurückzukehren. BSBD und DBB machen sich daher gemeinsam stark für eine sachgerechte Neuregelung, die die berechtigten Positionen der Kolleginnen und Kollegen angemessen berücksichtigt.

BSBD-Chef Peter Brock: „Es ist auf Dauer nicht nachvollziehbar und kaum erträglich, dass innerhalb einer Behörde bei zum Teil gleicher Aufgabenstellung der Beschäftigungsstatus darüber entscheidet, welche Wochenarbeitszeit für den einzelnen Beschäftigten gilt!“

Die Vereinheitlichung der Wochenarbeitszeit für Beamte und Tarifbeschäftigte auf dem Niveau des Tarifbereichs ist nach Auffassung des BSBD-Gewerkschafters das Gebot der Stunde. Der in der Vergangenheit häufig von der Politik beschworene Gleichklang müsse auch unter dem Gesichtspunkt verwirklicht werden, dass Nachteile der Beamtinnen und Beamten beseitigen sind. Brock erinnerte daran, dass die zu Beginn der 1990er Jahre erstrittene Arbeitszeitverkürzung auf 38,5 Stunden durch Lohnverzicht erreicht worden sei. Die Anhebung der Arbeitszeit im Beamtenbereich auf 41 Wochenstunden sei folglich fast als enteignungsgleicher Vorgang anzusehen.

Peter Brock unterstützt in diesem Punkt den Vorsitzenden des dbb nrw, Meinolf Guntermann uneingeschränkt, der von der Landespolitik fordert: „Die Forderung, gleiches Arbeitszeitrecht für alle Statusgruppen herzustellen, muss bereits vor der Großen Dienstrechtsreform verwirklicht werden, dafür werden wir kämpfen.“

 

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