GdP S-H kritisiert extrem hohe Überstundenzahl

15. Februar 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Schleswig-Holstein | Drucken

Das Innenministerium hat auf Anfrage des Landtagsabgeordneten Werner Kalinka (CDU) erstmals eine absolute Zahl der bei der Landespolizei angefallenen Überstunden bekannt gegeben. Mit 315.213 ist die Zahl weit höher als von GdP und Personalräten gemutmaßt. Bisher „konnte“ das Innenministerium nie die bei den Polizeibehörden erfassten Überstunden addieren. Rund 10 % der Überstunden wurden finanziell vergütet.

Oliver Malchow, GdP-Landesvorsitzender: „Damit wird deutlich, welche Belastungen die Polizeibeamten, die eine Wochenregelarbeitszeit von 41 Stunden haben, ausgesetzt sind. Wer jetzt bei der Polizei Personal sparen will, gefährdet die Innere Sicherheit.“ Malchow erinnerte daran, dass die Polizei sich schon auf das Wesentlichste Ihrer Aufgabe organisiert habe. „Für viele Kolleginnen und Kollegen bedeutet der Polizeidienst eine Arbeit, die tatsächlich „auf die Knochen“ geht.“

Der GdP-Landesvorsitzende forderte den Innenminister auf, ein Konzept vorzulegen, wie den dauerhaften Überstundenbergen zu begegnen sei. Eine Barauszahlung der Überstunden sei jedoch nur ein Teil der Lösung.

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