6,5% Einkommenserhöhung für alle Tarifbeschäftigten des Bundes

14. Februar 2012 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Eine Einkommenserhöhung von 6,5 Prozent (mindestens 200 Euro mehr) bei einer Laufzeit von 12 Monaten, so lauten die Forderungen von dbb Tarifunion, ver.di und BDK für die anstehenden Tarifverhandlungen für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.

Weitere Forderungen sind die Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 100 Euro und die Übernahme der Auszubildenden im erlernten Beruf nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.

Die Einkommensentwicklung im Öffentlichen Dienst ist trotz steigender Belastung im Vergleich zu zahlreichen anderen Branchen in den letzten Jahren deutlich hinter der durchschnittlichen Entwicklung zurückgeblieben. Allein im Tarifbereich sind seit 2003 beim Bund 18 Prozent der Stellen abgebaut worden, was zu einer enormer Arbeitsverdichtung geführt hat.

Um den Öffentlichen Dienst im Wettbewerb um gute und leistungsstarke Arbeitnehmer konkurrenzfähig zu erhalten, ist eine angemessene lineare Verbesserung der Einkommen unverzichtbar.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter schließt sich deshalb ausdrücklich den Forderungen von ver.di und dbb Tarifunion an.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert darüber hinaus:

  •  Die Ausweitung von Expertenwissen in der Polizei durch zusätzliche Stellen für Tarifbeschäftigte.
  • Verbesserte Möglichkeiten, berufserfahrene Fachkräfte im Öffentlichen Dienst mit einer adäquaten Bezahlung einstellen und halten zu können.
  • Gerechte Stellenbewertungen und angemessene Bezahlung für Tarifbeschäftigte in der Kriminalpolizei.
  • Perspektiven und Karrieremöglichkeiten für Tarifbeschäftigte durch Fortbildung und Aufstiegsmöglichkeiten.

 

Eine zeitliche und inhaltsgleiche Übernahme für die Beamten ist von den Arbeitgebern zu garantieren. Eine Aufspaltung dieser bewährten Praxis schiebt einen kontraproduktiven Keil zwischen die Beamten und die Beschäftigten.

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben in den vergangenen Jahren massiv zur Konsolidierung der Haushalte beigetragen. Trotzdem wird bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes weiter munter gespart, was das Zeug hält und Kürzungen vorgenommen oder sind geplant. Die (eigentlich überraschenderweise immer noch) hohe Motivation der Staatsdiener wird dabei mit Füßen getreten. Das ist nicht zu akzeptieren!

Wir richten unsere Augen auf die erste Verhandlungsrunde am 1. März in Potsdam. Dort können die Arbeitgeber durch ein konstruktives und angemessenes Angebot ihre Wertschätzung für ihre Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes zeigen.

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.