Daktyloskopielehrgang für palästinensische Polizeibeamte

13. Februar 2012 | Themenbereich: Brandenburg | Drucken

Im Zeitraum vom 13. Februar bis 9. März 2012 findet an der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg in Oranienburg der dritte Grundlehrgang „Daktyloskopie“ für palästinensische Polizisten statt. In Kooperation zwischen dem BKA und der Polizei Brandenburg werden sechs palästinensische Polizisten über vier Wochen durch Beamte des LKA Brandenburg im Fingerabdruckverfahren ausgebildet.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium des Innern in den palästinensischen Gebieten ein Automatisiertes Fingerabdruckidentifizierungssystem (AFIS) für die palästinensische Polizei implementiert. Am 9. Januar 2012 wurde das System im Beisein von BKA-Vizepräsident Jürgen Stock und dem Leiter der Deutschen Vertretung in Ramallah, Herrn Götz Lingenthal, an die palästinensische Polizei übergeben (siehe Pressmitteilung vom 9. Januar 2012).

Neben der Beschaffung und der Installation der technischen Bestandteile stellt die Ausbildung der palästinensischen Polizisten einen wichtigen Beitrag für das Funktionieren des AFIS dar.

Bereits im Jahr 2011 waren insgesamt neun palästinensische Polizisten nach Deutschland eingeladen und in zwei Lehrgängen daktyloskopisch geschult worden.

Das BKA unterstützt seit der Berliner Konferenz zur Unterstützung der palästinensischen zivilen Sicherheit und Rechtstaatlichkeit (PALSEC) im Juni 2008 den Aufbau der palästinensischen Polizei im Westjordanland und führt seitdem kriminalpolizeiliche Lehrgänge in den palästinensischen Gebieten und in Deutschland durch.

Der Aufbau eines Fingerabdruckidentifizierungssystems und die Ausbildung der palästinensischen Polizisten wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert und ist Teil der deutschen Initiative „Zukunft für Palästina“, mit der die Bundesregierung den Aufbau effizienter staatlicher Strukturen in den palästinensischen Gebieten politisch und strukturell nachhaltig fördert.

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