Stärkerer Fahndungsdruck in Ostbayern erforderlich!

11. Februar 2012 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Vor der Hintergrund der in Ostbayern zunehmenden Rauschgiftkriminalität fordert Hermann Benker, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), einen stärkeren Fahndungsdruck auf den bekannten Kriminalitätsrouten. Polizei und Innenministerium müssen Probleme endlich eingestehen und sich nicht länger „in die eigenen Taschen“ lügen.

„Das aktuell in den Schlagzeilen stehende Rauschgiftproblem ist der Polizei in Nord- und Ostbayern längst bekannt – es wurde lediglich in München zu lange ignoriert. Rückläufige Kriminalitätsstatistiken sind entgegen ihrer positiven Vermarktung keinesfalls ein Grund zur Beruhigung, sondern eine Folge des gesunkenen Kontrolldrucks und der Personalmisere der Bayerischen Polizei. Die Fahndungsgruppen wurden massiv dezimiert, um überhaupt noch den allgemeinen Dienstbetrieb aufrecht erhalten zu können. Darunter leiden insbesondere die sogenannten „Kontrolldelikte“, zu denen die Rauschgiftbekämpfung zweifellos zählt. Die Delinquenz in den Grenzregionen ist nicht weniger geworden, mangels Kontrollen werden nur nicht mehr so viele Straftaten festgestellt“, ist Benker überzeugt.

Nach Benkers Ansicht verdeutlicht die Überschwemmung mit der Droge Crystal aus Tschechien auch die Notwendigkeit für eine noch intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die DPolG begrüßt daher die am Montag stattfindende Konferenz unter Beteiligung von Bundesinnenminister Friedrich und Bayerns Innenminister Herrmann und erhofft sich sowohl eine weitere Verbesserung der Kontakte als auch eine Schärfung des Problembewusstseins.

 

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