Polizei zieht erfolgreiche Bilanz – Blitz-Marathon wird wiederholt

11. Februar 2012 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Innenminister Ralf Jäger zog eine positive Bilanz des ersten landesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathons. „Die Autofahrer sind verantwortungsbewusster gefahren. Mit der Aktion ist es gelungen, vielen Menschen ins Bewusstsein zu rufen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist. Es ist auch klar geworden, dass es der NRW-Polizei um weniger Tote im Straßenverkehr geht und nicht um mehr Knöllchen“, sagte Jäger heute (11.2.) in Düsseldorf. „Auf unseren Straßen sterben viel zu viele Menschen. Zu hohe Ge-schwindigkeit ist Killer Nr. 1. Wir werden deshalb den Blitz-Marathon im kommenden Frühjahr und Herbst wiederholen.“

Die Polizei kontrollierte landesweit rund 456.000 Verkehrsteilnehmer, von denen trotz der Ankündigung des Blitz-Marathons 17.169 zu schnell fuh-ren. Insgesamt waren 250 Autofahrer so schnell, dass ihnen ein Fahrverbot droht, acht von ihnen mussten den Führerschein an Ort und Stelle abgeben. 31 Autofahrer waren alkoholisiert oder standen unter Drogeneinfluss. 307 hatten sich nicht angegurtet.

Der schnellste Raser wurde innerorts mit 103 statt der erlaubten 50 km/h in Hennef im Rhein-Sieg-Kreis gemessen. Dabei handelte es sich um 23-jährigen Kölner auf dem Weg zu einer Karnevalssitzung. Ihm dürfte der Spaß vorläufig vergangen sein, denn er muss mit einem Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Monaten Fahrverbot sowie vier Punkten in der Verkehrssünderkartei in Flensburg rechnen.

Im 70er Bereich der B 55 im Kreis Gütersloh war der schlimmste Raser mit 148 Kilometern unterwegs. Das ist eine Überschreitung um mehr als das Doppelte. Auch diesem Raser droht ein Bußgeld von mindestens 600 Euro verbunden mit einem dreimonatigen Fahrverbot und vier Punkten.

Unbelehrbar war eine Lünenerin, an der B 236 gleich zwei Mal, nämlich am Vormittag und am Nachmittag an derselben Kontrollstelle geblitzt wurde. Dabei wurde jeweils ein Verwarnungsgeld fällig.

Lehrreich und aufregend war der Blitzmarathon für eine Grundschulklasse in Dortmund. Ihr Wandertag wurde kurzerhand zu dem Besuch einer Laserkontrollstelle genutzt.

Innenminister Jäger dankte den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten: „Alle waren hoch motiviert und engagiert. In Duisburg bei einer Kontrolle habe ich selbst gesehen, wie beeindruckend sie sich für die Verkehrssi-cherheit eingesetzt haben. Es geht, darum Leben zu retten. Das ist unser gemeinsames Ziel.“

Insgesamt beteiligten sich fast 3.000 Polizistinnen und Polizisten an der Aktion. An 1.400 Messstellen im Land setzte die Polizei rund 120 Radar- und 670 Lasergeräte ein. Der Blitzmarathon ist Teil der im November gestarteten langfristigen Strategie „Brems Dich – rette Leben!“

 

 

 

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.