Weniger Zusatzurlaub für hessische Polizeibeamte

10. Februar 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Hessen, Interessenvertretungen | Drucken

Umsetzung eines Urteils des VG Kassel führt zur Beschneidung der Urlaubsansprüche vieler Polizisten

Viele hessische Polizeibeamte sind erbost, weil sie zu Jahresbeginn konkret damit konfrontiert wurden, dass sie im laufenden Jahr 2012 weniger Zusatzurlaubstage bekommen werden als bisher.

Was steckt dahinter?

Die Hessische Urlaubsverordnung enthält eine Regelung, wonach Polizeibeamte, die eine bestimmte Dauer in besonders belasteten Einheiten oder zu besonders belastenden Zeiten gearbeitet haben, als Ausgleich bis zu vier zusätzliche Urlaubstage erhalten.

Bisher fand ein Berechnungsmodus Anwendung, der im Ergebnis dem Sinn und Zweck der Norm (nämlich Ausgleich für besondere Belastungen) entsprach und einem Kollegen, der abgesehen von Urlaub regelmäßig im Dienst war, vier zusätzliche Urlaubstage gebracht hat.

Die Art und Weise der Umsetzung einer Entscheidung des VG Kassel vom September 2010 führt neuerdings dazu, dass im laufenden Jahr 2012 erstmals viele hessische Polizeibeamte weniger Zusatzurlaub bekommen als in den vergangenen Jahren.

Anerkennung für hervorragende Arbeit (Stichwort Rekordaufklärungsquote, großes Vertrauen der Bürger in die Arbeit der Polizei) trotz hoher Belastung sieht anders aus!

Wir haben den betroffenen Kolleginnen und Kollegen empfohlen, einen entsprechenden Antrag bei ihrer Behörde einzureichen!

Erforderlichenfalls werden wir eine Musterklage führen!

Außerdem fordern wir eine Neufassung der entsprechenden Regelung in der Urlaubsverordnung!

 

DPolG Hessen

 

 

 

 

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