Versteigerungsplattform „Justiz-Auktion“: im Jahr 2011 2,5 Millionen Euro Jahresumsatz

10. Februar 2012 | Themenbereich: Justiz, Nordrhein Westfalen | Drucken

Mit  jährlich rund 11.000 Versteigerungen der 2.000 Justizeinrichtungen bundesweit sowie der Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher bei rund 40.000 registrierten Bieterinnen und Bietern rückt die Versteigerungsplattform „Justiz-Auktion“ in die Bundesliga der online-Plattformen auf.

Hier werden zum Beispiel die Dinge versteigert, die die Gerichtsvollziehrinnen und Gerichtsvollzieher im Rahmen der Zwangsversteigerung beschlagnahmt haben. Momentan sind unter www.justiz-auktion.de u. a. eine rollende Würstchenbude, ein Segelboot oder eine antike Schreibmaschine zu haben. Am häufigsten werden Elektronikartikel, Haushaltswaren und Kleidungsstücke gekauft.

Daneben hat die Justiz-Auktion für alle Beteiligten nur Vorteile. Der Erwerber kann sicher sein, dass die Ware im Angebot korrekt beschrieben sowie schnell und zuverlässig nach Geldeingang versandt wird. Man muss sich also nicht auf mitunter zweifelhafte Bewertungen anderer Bieter verlassen. Doch auch Gläubiger und Schuldner profitieren gleichermaßen. Dadurch, dass die Produkte online versteigert werden, erreicht das Angebot viel mehr Interessenten als eine Versteigerung im Amtsgericht. Die Erlöse entsprechen also eher dem Marktwert der Gegenstände, womit die Schulden bei den Gläubigern reduziert werden können.

Justizminister Thomas Kutschaty: „Die von NRW entwickelte „Justiz-Auktion“ zeigt, dass die Justiz auch in der Zwangsvollstreckung modern und effektiv arbeitet. Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass eine Versteigerung ein vernünftiges Ergebnis bringt. Die online-Plattform ist schnell, transparent und zuverlässig. Dass mittlerweile alle Bundesländer mitmachen, spricht für die Qualität der Justiz in NRW.“

 

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