Jugendschutz- und Verkehrskontrollen in der Fasnachtszeit

8. Februar 2012 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Innere Sicherheit | Drucken

Auch in der ‚fünften Jahreszeit’ gibt es beim Jugendschutz und im Straßenverkehr keine ‚Narrenfreiheit’. Darauf wird die Polizei in den nächsten Tagen bei intensiven Jugendschutz- und Verkehrskontrollen besonders achten.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall am Mittwoch, 8. Februar 2012, in Stuttgart.

Die Erfahrung zeige, dass Alkoholmissbrauch in der Karnevalszeit leider nach wie vor sehr verbreitet sei. Vor allem für Kinder und Jugendliche habe ein verantwortungsloser Umgang mit Jugendschutzbestimmungen eklatante Folgen. Die Altersgrenzen beim Verkauf von alkoholischen Getränken sowie das Ausschankverbot an erkennbar Betrunkene durch Gewerbetreibende und Veranstalter von Festen seien zwingend zu beachten, damit das Fest nicht mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus ende. Neben der gesundheitlichen Gefahr durch Alkohol sei aber vor allem auch der Zusammenhang von Alkohol und Gewalt besorgniserregend. „Alkohol ist immer wieder Auslöser für Randale, Vandalismus oder Schlägereien. Seit Jahren beobachten wir, dass rund ein Drittel der Gewaltdelikte unter Alkoholeinfluss begangen werden“, so Gall.

Zudem berge ein verantwortungsloser Umgang mit Alkohol auch die Gefahr, Opfer von Straftaten zu werden, da bestimmte Täter den Kontrollverlust stark alkoholisierter Personen gezielt ausnutzten. „Die Polizei muss leider immer wieder feststellen, dass Personen, die sich durch übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsum hilflos geworden sind, Opfer von Diebstählen oder Sexualdelikten werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sie bei Freunden bleiben oder besser – erst gar nicht bis zum Kontrollverlust trinken“, appellierte der Innenminister.

Selbst in Feierlaune sei es absolut tabu, sich alkoholisiert oder unter dem Einfluss von Drogen ans Steuer zu setzen. Wer so handle, gefährde nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Deshalb gelte die Regel: „Wer trinkt, fährt nicht und wer fährt, trinkt nicht!“ stellte Gall unmissverständlich fest.

Die Polizei werde während der ‚tollen Tage’ gezielt Alkohol- und Drogenkontrollen durchführen. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 1.628 Fahrzeuglenker kontrolliert worden. 1.253 seien alkoholisiert und 375 unter Drogeneinfluss unterwegs gewesen. Weiter habe die Polizei in der Fastnachtszeit 2011 (14. Februar bis 8. März 2011) 248 Verkehrsunfälle wegen Alkohol und 19 Verkehrsunfälle wegen Drogeneinfluss aufnehmen müssen. Drei Menschen seien dabei ums Leben gekommen und 101 zum Teil schwer verletzt worden.

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