Qualitätskonzept „Bürgerschaftliches Engagement im Justizvollzug“

7. Februar 2012 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Justiz | Drucken

Das Qualitätskonzept „Bürgerschaftliches Engagement im Justizvollzug“, das Grundlage für die Qualifikation, Fortbildung, Betreuung und Begleitung Ehrenamtlicher im Strafvollzug in Baden-Württemberg ist, soll weiterentwickelt werden. „Die Landesregierung hat sich vorgenommen, die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement weiter zu verbessern – das gilt selbstverständlich auch für den Justizvollzug“, sagte Justizminister Rainer Stickelberger in Stuttgart. Während des 4. Mentorentreffens des Fortbildungsverbunds Straffälligenhilfe in Baden-Württemberg mit Ehrenamtlichen, deren Mentorinnen und Mentoren, Leiterinnen und Leitern der Justizvollzugsanstalten in Baden-Württemberg sowie den Strafvollzugsbeauftragten der Landtagsfraktionen dankte der Minister den landesweit mehr als 1.000 Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit Gefangenen engagieren.

„Die Ehrenamtlichen sind ein wichtiges Bindeglied zwischen den Gefangenen, den Justizvollzugsanstalten und der Gesellschaft“, stellte Stickelberger fest: „Umso wichtiger ist es, dass wir sie nicht als Lückenbüßer sehen und als Ersatz für hauptamtliches Personal. Im Gegenteil: Sie brauchen Hauptamtliche, sie brauchen Anlaufstellen und personelle Unterstützung, Qualifizierung und eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung.“

Mit dem Qualitätskonzept seien bereits beachtliche Erfolge erzielt worden. So gebe es mittlerweile Standards für die Auswahl, Qualifizierung, Fortbildung, Betreuung und Begleitung der ehrenamtlich Tätigen im Strafvollzug. „Ehrenamtliche sollen so gut wie möglich auf die anspruchsvolle Tätigkeit im Strafvollzug vorbereitet und dabei begleitet werden“, sagte der Justizminister: „Deshalb werden das Justizministerium und die im Fortbildungsverbund Straffälligenhilfe zusammengeschlossenen Organisationen das Konzept in den nächsten Jahren kontinuierlich weiterentwickeln.“ Beispielsweise könnten regionale Fortbildungsveranstaltungen durch überregionale und landesweite Veranstaltungen ergänzt werden, erklärte Stickelberger.

 Bürgerschaftliches Engagement im Justizvollzug

Im Jahr 2008 wurde im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg ein Qualitätskonzept „Bürgerschaftliches Engagement im Justizvollzug“ angeregt. Damit sollten landesweite Standards für die Arbeit von Ehrenamtlichen im Strafvollzug gesetzt, die Qualifizierung gestärkt und die Bedingungen für das freiwillige Engagement verbessert werden.

Die Vorgaben des Konzepts wurden in einer Verwaltungsvorschrift verankert. Zum Beispiel ist darin festgelegt, dass Justizvollzugsanstalten feste Ansprechpartner für die ehrenamtlich Engagierten benennen. Auch ein jährlich stattfindendes, landesweites Mentorentreffen wie nun in Stuttgart ist vorgesehen.

 

Quelle: Justizministerium Baden-Württemberg

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