Gewalt und Hassgesänge schaden dem Fußball

3. Februar 2012 | Themenbereich: Niedersachsen | Drucken

„ Wir werden unsere Anstrengungen zur Verhinderung gewalttätiger Auseinandersetzungen bei Fußballspielen unvermindert fortführen“, betonte Sportminister Uwe Schünemann anlässlich des heutigen Gespräches im Sporthotel Fuchsbachtal.

In dem Gespräch erörterte Schünemann zusammen mit dem Präsidenten des Niedersächsischen Fußballverbandes, Karl Rothmund, und dem Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft Niedersachsen, Thomas Kliewer, Handlungsmöglichkeiten zur Bekämpfung der Gewalt in und um die Fußballstadien.

„Wir müssen Gewalttäter schneller erkennen, sie gesellschaftlich isolieren und aus den Stadien aussperren. Dazu müssen Stadienverbote konsequenter und nachhaltiger durchgesetzt werden,“ betonte der Minister ausdrücklich.

„Wir lassen uns von den gewalttätigen Fußballchaoten den Spaß an dieser Sportart nicht nehmen. Körperverletzungen, Hassgesänge und Pyrotechnik haben in unseren Stadien nichts zu suchen! Es gilt noch immer: Fair geht vor!“

Dazu wird auch Rainer Langer einen entscheidenden Beitrag leisten. „ Die Berufung eines Beauftragten für die Sicherheit im Fußball in Niedersachsen soll die Kommunikation zwischen den Beteiligten stärken. Dabei kommt es besonders auf die Vernetzung und Kombination von Maßnahmen der Gewaltprävention und der Fanarbeit mit der konsequenten Anwendung aller rechtlichen Möglichkeiten von Polizei, Verbänden und Vereinen an. Alle Gesprächsteilnehmer begrüßten ausdrücklich die Entscheidung des Niedersächsischen Verbandssportgerichts vom Donnerstag, zwei Spieler eines Fußball-Oberligisten wegen rassistischer Äußerungen zu einer Sperre von drei Monaten zu verurteilen. Den beiden Fußballern wird vorgeworfen, einen Gegenspieler mit ausländerfeindlichen Worten beleidigt zu haben.

„Gerade die Spieler haben eine besondere Vorbildfunktion für die Fans. Sie haben eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die aktuell bekannt gewordenen Versuche von Rechtsextremisten, die Fanszene zu unterwandern, erfordern eine Stärkung des Demokratieverständnisses“, bekräftigte Rainer Langer.

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