Gesichtsscanner in Fußballstadien

3. Februar 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt die Pläne des IMK-Vorsitzenden und Innenministers von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, mittels Gesichtsscanner notorische Gewalttäter aus Fußballstadien fernzuhalten.

«Ich halte das für eine sinnvolle Sache», sagte der DPolG Bundesvorsitzende Rainer Wendt. «Wir müssen alle rechtlichen und technischen Möglichkeiten ausschöpfen, um Schläger aus den Stadien herauszuhalten. Die Datei ‹Gewalttäter Sport› bietet dazu eine hervorragende Grundlage.» Nach offiziellen Angaben sind in dieser Kartei momentan rund 13.000 Personen erfasst.

Caffier hält trotz zunehmender Kritik – vor allem von Datenschützern – an seinen Plänen fest. „Gewaltchaoten und Pyromanen kommen doch heute oft auch dann noch in die Stadien, selbst wenn ihnen der Zutritt verboten wurde. Mir geht es allein darum, dieses Gefahrenpotenzial durch den Einsatz moderner Technik zu verringern, zum Nutzen der übergroßen Mehrheit der Besucher“, sagte Caffier der Nachrichtenagentur dpa.

Eine von ihm eingesetzte Arbeitsgruppe prüft derzeit, ob der Einsatz von Gesichtsscannern am Einlass technisch und rechtlich möglich ist. Unverständnis äußerte Caffier zu der bereits einsetzenden Kritik von Datenschützern und Fanvereinigungen.