Umsetzung der Initiative Sicherheitspartnerschaft

1. Februar 2012 | Themenbereich: Prävention | Drucken

Am 24. Juni 2011 hat mit dem Präventionsgipfel die Auftaktveranstaltung der von Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich ins Leben gerufenen „Initiative Sicherheitspartnerschaft – Gemeinsam mit Muslimen für Sicherheit“ stattgefunden.

Ziel der Initiative ist es, der islamistischen Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entgegenzuwirken. Seither wurde mit der Umsetzung verschiedener gemeinsamer Projekte begonnen, deren erste Ergebnisse mit der Einrichtung einer Beratungsstelle Radikalisierung sowie dem Start des Online-Auftritts der Initiative Sicherheitspartnerschaft nunmehr vorliegen.

Darüber hinaus startet heute der „Projektwettbewerb Deradikalisierung“.

Hierzu erklärt Bundesinnenminister Dr. Friedrich: „Die Projekte der Initiative Sicherheitspartnerschaft zeigen, dass die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden und Muslimen funktioniert. Sie sind jedoch nur ein erster Schritt bei unseren gemeinsamen Anstrengungen gegen Radikalisierung. Diesen Weg müssen wir zielstrebig fortsetzen.“

Beratungsstelle Radikalisierung

Bereits am 1. Januar 2012 hat beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die „Beratungsstelle Radikalisierung“ ihre Arbeit aufgenommen. Die Beratungsstelle ist unter der Rufnummer 0911/9434343 oder unter der E-Mail-Adresse beratung@bamf.bund.de zu erreichen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BAMF beantworten als eine erste Anlaufstelle häufig gestellte Fragen von Angehörigen und Freunden sich radikalisierender Muslime und halten weitere Informationsangebote zu den Themen Islamismus und Radikalisierung bereit. Darüber hinaus stehen in Kooperation mit dem BAMF erfahrene zivilgesellschaftliche Partner mit speziell entwickelten Hilfsangeboten für eine persönliche Beratung und Betreuung zur Verfügung.

Online-Auftritt der Initiative Sicherheitspartnerschaft

Der Online-Auftritt der Initiative Sicherheitspartnerschaft ist ab heute unter www.initiative-sicherheitspartnerschaft.de erreichbar. Die Seite beantwortet allgemeine Fragen rund um die Initiative und stellt die beteiligten muslimischen Partner und Behörden vor. Darüber hinaus werden bereits laufende Projekte von Sicherheitsbehörden und Muslimen gegen Radikalisierung portraitiert, um diese bekannt zu machen, zu ergänzen und zu vernetzen.

Auf der Website finden sich außerdem umfangreiche Informationen zu den Themenfeldern Islamismus und Radikalisierung. Ziel ist es, den Unterschied zwischen dem Islam als Weltreligion und dem Islamismus als extremistische Ideologie zu verdeutlichen. Die wichtigsten Informationen sind bereits in türkischer und arabischer Sprache als Download verfügbar. Langfristig sollen die gesamten Inhalte der Website in türkischer Sprache zur Verfügung stehen.

Start des „Projektwettbewerbs Deradikalisierung

Heute startet außerdem der „Projektwettbewerb Deradikalisierung“. Gesucht werden überzeugende Ideen, Konzepte oder bereits laufende Projekte zur Deradikalisierung Jugendlicher und junger Menschen, die gleichzeitig die lokale Zusammenarbeit von Muslimen und Sicherheitsbehörden fördern.

Auch Projekte und Ideen, die das Umfeld von radikalisierten Jugendlichen stabilisieren und so deradikalisierend wirken, sind willkommen. Interessierte können Ihre Bewerbung bis zum 31. Mai 2012 im Bundesinnenministerium einreichen. Die Bewerbungsunterlagen und alle weiteren Informationen zu dem Wettbewerb sind auf der Website www.initiative-sicherheitspartnerschaft.de zu finden.

Spendenflyer

Ein weiteres Ziel der Initiative ist es, die Öffentlichkeit für sicherheitsrelevante Themen zu sensibilisieren. Dazu wurde ein erster Info-Flyer erstellt, der wichtige Informationen zum richtigen Spendenverhalten enthält und auf Missbrauchsgefahren bei der Verwendung von Spendengeldern hinweist. Der Flyer ist auf Deutsch, Türkisch, Arabisch und Englisch erhältlich und ebenfalls auf der Website www.initiative-sicherheitspartnerschaft.de abrufbar.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.