Frauenanteil bei der Personalplanung berücksichtigen

1. Februar 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Durch den steigenden Frauenanteil kommen auf die Polizei in NRW in den nächsten Jahren zusätzliche personelle Engpässe zu. Darauf hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bei der heutigen Anhörung zum Landeshaushalt 2012 hingewiesen. „Es ist gut, dass bei der Polizei inzwischen fast so viele Frauen eingestellt werden wie Männer, aber Frauen fallen durch Schwangerschaft und Familienphasen länger aus, als ihre männlichen Kollegen. Das ist bedauerlich, aber es ist eine Tatsache. Deshalb muss der steigende Frauenanteil durch zusätzliche Einstellung ausgeglichen werden, weil die Polizistinnen während der Ausfallzeit für Einsätze nicht zur Verfügung stehen“, sagte der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter. „Das ist bei der Polizei nicht anders, als in jedem anderen Betrieb auch.“

In ihrer Stellungnahme zum Landeshaushalt warnt die GdP zudem vor einem weiteren Ausbluten des Tarifbereichs. „Weil in den vergangenen Jahren bei der Polizei nur wenige Tarifbeschäftigte eingestellt worden sind, müssen immer mehr Polizisten deren Aufgaben übernehmen. Das macht keinen Sinn, weil Polizisten dafür nicht ausgebildet sind, und weil sie dafür zu teuer sind“, sagte Richter. Durch den faktischen Einstellungsstopp ist die Überalterung im Tarifbereich der Polizei inzwischen noch schlimmer als bei den Polizisten.

Handlungsbedarf sieht die GdP auch bei der Wiederherstellung der Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage, bei den Zulagen für den Dienst zu ungünstigen Zeiten und für die Spezialeinheiten sowie beim Bewährungsaufstieg in den höheren Dienst.

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