Wahrheit und Dichtung Teil 2!

30. Januar 2012 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Dichtung ist:

Der Stichtag für die Einführung des 8 Stundendienstes ist spätestens der 01.06.2012 Die Führung der Direktion ZA hat die Weisung erlassen, den 8 Stundendienst unverzüglich umzusetzen. Der Innensenator hat die Abschaffung des 12 Stundendienstes angeordnet. Die Tarifverhandlungen sind gescheitert.

Der Landesvorstand der DPolG Berlin hat auf diese Gerüchte reagiert und mit den Entscheidungsträgern gesprochen.

Es wird von allen Seiten versichert:

Es gibt keine Weisung, den 8 Stundendienst jetzt umzusetzen!

Wahrheit ist:

Wir haben 12 Stundendienst bei einer 38,5 Stundenwoche. Die Dienstzeit umzustellen, ist ein komplizierter Prozess und mit Sicherheit nicht kurzfristig zu erledigen. Es gibt natürlich, wie in den letzten 20 Jahren auch, Musterberechnungen und Musterplanungen für ein anderes Arbeitszeitmodell in vielen Bereichen der Polizei. Bislang liegen keine Schriftstücke vor, nach denen die Tarifverhandlungen durch den Arbeitgeber als gescheitert erklärt wurden. Wir warten ganz entspannt die weitere Entwicklung ab. Ex-Innensenator Dr. Körting hat versucht, uns mit unbezahlter Mehrarbeit von 2 Stunden im Referat Gefangenenwesen und 2,57 Stunden im Zentralen Objektschutz den schlechtesten Tarifvertrag der Geschichte als Entgegenkommen zu verkaufen und dies ohne Garantie, den 12 Stundendienst zu erhalten. Die ZOS-Kollegen hätten für den besonders schweren Außendienst, bei Wind und Wetter, zu den 2 Stunden Mehrarbeit in der Woche nochmals je Schicht 15 Minuten Pausenzeit dazugeben müssen. Das wären dann bei 3,5 Dienstantritten 2 Stunden 52 Minuten pro Woche! Der angebotene Tarifvertrag sollte mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten nur Bestand haben, solange der 12 Stundendienst existiert. Er sah keine Garantie für einen langfristigen Erhalt des 12 Stundendienst vor! Wenn ein anderes Arbeitszeitmodell umgesetzt werden soll, gibt es vorher noch Beteiligungsrechte.

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