Gemeinsame Erklärung: Die Linke / BDK Sachsen-Anhalt

27. Januar 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Sachsen-Anhalt | Drucken

Anlässlich eines Gespräches über die Berichterstattungen zu den Demonstrationen und den damit verbundenen Polizeieinsätzen in Dessau sowie die Brandanschläge auf Polizeifahrzeuge und -einrichtungen verständigten sich Vertreter des Bundes Deutscher Kriminalbeamter in Sachsen-Anhalt und der Fraktion DIE LINKE. Im Landtag von Sachsen-Anhalt auf folgende Erklärung:

Angesichts der Zuspitzung der Auseinandersetzungen um demokratische Grundwerte in unserer Gesellschaft in den letzten Wochen in Sachsen-Anhalt gerät das Wirken der Polizei deutlich stärker in die öffentliche Auseinandersetzung.

Die Polizei wird immer häufiger mit Konflikten konfrontiert, deren Symptome von tiefer liegenden gesellschaftlichen Problemen herrühren. In diesem Zusammenhang ist es falsch, die Vertreter der Polizei für diese gesellschaftlichen Konflikte verantwortlich zu machen.

Für eine erfolgreiche Arbeit der Polizei in Sachsen-Anhalt braucht diese die öffentliche Unterstützung für ihre verantwortungsvolle und oft schwierige Tätigkeit, die durch eine kritische Auseinandersetzung über einzelne Sachverhalte nicht in Frage gestellt wird.

Bewertungen müssen sachlich und fair erfolgen und sich am konkreten Sachverhalt orientieren. Pauschalierungen und Mutmaßungen sind fehl am Platz.

Für die öffentliche Auseinandersetzung ist es besonders wichtig, dass eine kritische Diskussion um das Wirken der Polizei nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb der Polizei stattfindet.

Wir verurteilen jeglichen kriminellen Angriff auf die Polizei, sei es auf Beamte oder auf Sachwerte, unabhängig davon, ob diese mit einer ideologischen Begründung versehen werden.

Alle demokratischen Kräfte müssen die Polizei als Teil der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen und unterstützen.

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, in Zukunft eine verantwortungsvolle und den Aufgaben der Polizei angemessene Personalpolitik durchzusetzen.

Weitere Personalreduzierungen bei schwieriger werdenden Aufgaben könnten zu einer Situation führen, die die Gewährleistung der Sicherheit in Frage stellt.

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.