Türkischer Botschafter besucht Innenminister

25. Januar 2012 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Der neue Botschafter der Republik Türkei, seine Exzellenz Hüseyin Avni Karslioglu, besuchte den hessischen Innenminister Boris Rhein.

Innenminister Boris Rhein: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass seine Exzellenz Botschafter Karslioglu nur wenige Tage, nachdem er an der türkischen Botschaft in Berlin seinen Dienst aufgenommen hat, die Zeit für einen Besuch im Innenministerium findet. Dies unterstreicht einmal mehr die engen türkisch-deutschen Beziehungen in Hessen.“

Botschafter Hüseyin Avni Karslioglu: „Wir müssen daran arbeiten, dass uns die Werte, die Deutsche und Türken gemeinsam teilen, wie Demokratie oder die liberale Marktwirtschaft, noch enger zusammenbringen.“

Zu Beginn des konstruktiven Gesprächs brachte Innenminister Boris Rhein nochmals seine tiefe Betroffenheit und sein Mitgefühl zum Ausdruck, für die von den Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordeten Opfer und deren Angehörige: „Es ist eine Schande für unser Land, dass Menschen, die hier in Deutschland, auch hier in Hessen ihre Heimat gefunden haben, von Rechtsextremen umgebracht werden können. Dafür haben wir uns zu entschuldigen.“ Der Minister versprach Botschafter Karslioglu alles zu tun, damit die Straftaten der NSU vollständig aufgeklärt würden.

Zudem bat Innenminister Rhein den türkischen Botschafter um Unterstützung bei seinem Vorhaben, junge Deutsch-Türkinnen und Deutsch-Türken für den Dienst bei der Hessischen Polizei zu begeistern. „Wir brauchen möglichst viele Polizistinnen und Polizisten mit Migrationshintergrund in der hessischen Polizei. Alleine die Mehrsprachigkeit der Beamtinnen und Beamten hilft enorm, Vorurteile zwischen Polizei und Bürgern mit Migrationshintergrund abzubauen und beugt zudem oft Missverständnissen im polizeilichen Umgang vor.“

Innenminister Boris Rhein betonte in dem Gespräch mit dem Botschafter, dass sich Hessen immer als Zuwanderungsland verstanden habe. Er empfinde Zuwanderung nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung.

Dies gelte beispielsweise auch für die hessischen Freiwilligen Feuerwehren. „Ich wünsche mir, dass sich noch viel mehr Bürger mit Migrationshintergrund für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr entscheiden. Aus meiner Sicht ist der ehrenamtliche Dienst eine wunderbare Möglichkeit die Integration voranzutreiben“, so Innenminister Boris Rhein.

Auch der Sport eigne sich hervorragend zur Integrationsförderung, deshalb bot der Minister dem Botschafter eine engere Zusammenarbeit im Bereich des Sports an. „Sport fördert die Integration. Hier bekommen insbesondere Jugendliche am schnellsten Wertschätzung und Achtung entgegengebracht – diese Form der Anerkennung wirkt oft als eine Art Katalysator um die Integration zu beschleunigen“, so der Minister abschließend.

 

 

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