Vereine müssen Gewalttäter dauerhaft isolieren

20. Januar 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

„Die Liga-Vereine müssen mit aller Konsequenz gegen Gewalttäter aus ihren Fangruppierungen vorgehen. Nur so kann die Gewaltspirale rund um den Fußball zurückgedreht werden. Es kann den Vorständen nicht verborgen bleiben, wer die sogenannten Fans sind, die ihren Club mit brutalen Übergriffen und brennenden Rängen regelmäßig in Verruf bringen. Die Vereine müssen diese Täter von der Teilnahme am Fußball wirksam isolieren – mit Haus- und Stadionverboten und mit personalisierten, nicht übertragbaren Eintrittskarten für Auswärtsspiele“, forderte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, vor dem Rückrunden-Start der Fußball-Ligen.

Massive Gewaltvorfälle und das anhaltende Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion, machten nach Auffassung der GdP deutlich, dass der von DFB, DFL und Polizei eingeschlagene Weg des Fan-Dialogs von einer Minderheit von Sportgewalttätern nicht beschritten werden wolle. Witthaut: „Um den Druck auf die Vereine zu erhöhen, müssen Ross und Reiter öffentlich genannt werden. Es kann nicht sein, dass die betroffenen Vereine sich zwar plakativ von Gewalt und Pyrotechnik distanzieren, aber vor konsequenten Gegenmaßnahmen zurückschrecken.

 

Kein Kneipier, so Witthaut, würde tatenlos zusehen, wie Woche um Woche ein und derselbe Gast andere Gäste übel anpöbelt, Gegenstände zerstört und Schlägereien provoziert. Der GdP-Vorsitzende: „Wenn die Vereine wirklich wollen, dass die unter dem Deckmantel des Clubemblems auftretenden Sportgewalttäter von der Bildfläche verschwinden, dann müssen sie ihnen den Zutritt zu ihrem Stadion und zu den anderen Fußballarenen dauerhaft verwehren.“

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