Kommunikation in Niedersachsen wird immer digitaler

16. Januar 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

„Die Einführung des Digitalfunks für die Sicherheitskräfte in Niedersachsen ist auf einem guten Weg. Wir zählen zu den Ländern in Deutschland, die bereits umfassende Erfahrungen in der praktischen Nutzung gemacht haben. Ein weiterer wichtiger Meilenstein steht bevor. Im Frühjahr dieses Jahres wird im Bereich der Polizeidirektion Hannover der Probebetrieb aufgenommen. Damit wird sich das Digitalfunknetz erstmals in Niedersachsen in einem großstädtischen Bereich bewähren.“

Dies erklärte Innenminister Schünemann am Montag in Hannover. In den Bereichen der Polizeidirektionen Lüneburg und Oldenburg werde der Digitalfunk bereits im Alltagsbetrieb genutzt. Mittlerweile würden in Niedersachsen schon mehr als 6.000 Einsatzbeamtinnen und –beamte der Polizei sowie ca. 700 Beschäftigte der Feuerwehren, der Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes digital funken. 386 von 573 Dienststellen (einschließlich Polizeistationen) sind bereits mit Digitalfunktechnik (sog. ortsfesten Funkstellen) ausgestattet.

Der Aufbau des Digitalfunknetzes erfolgt in Niedersachsen unter Federführung der Projektgruppe Digitalfunk bei der Zentralen Polizeidirektion. Sie arbeitet intensiv mit dem Staatlichen Baumanagement und der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zusammen.

Aufgrund der Komplexität des Systems BOS-Digitalfunk müsse dem Wirkbetrieb ein sechsmonatiger Probebetrieb vorgeschaltet werden, um sicher zu stellen, dass alle Komponenten des Netzes reibungslos zusammen wirken. „Manche Effekte im System zeigen sich erst unter Last, das heißt unter den Bedingungen des täglichen Einsatzes. Der Probebetrieb dient dazu, nicht gänzlich auszuschließende Probleme und Anpassungserfordernisse, beispielsweise aufgrund topografischer Besonderheiten des Einsatzraumes, frühzeitig zu erkennen und vor der Aufnahme des Wirkbetriebes zu beheben“, erläuterte Schünemann.

Den größten Härtetest im polizeilichen Einsatz hat der Digitalfunk anlässlich des Castortransports Anfang Dezember vergangenen Jahres bestanden. Einen sehr positiven Eindruck hatten die Nutzer von der guten Empfangsqualität, der verlässlichen Verfügbarkeit sowie der durchgängigen Funkverbindungen, ohne dass die Kanäle von Einsatzabschnitt zu Einsatzabschnitt geändert werden mussten. Der Innenminister kündigte an, dass in der Polizeidirektion (PD) Hannover der Wirkbetrieb bei erfolgreichem Probebetrieb im 3. Quartal 2012 aufgenommen werden soll. In den Bereichen der PD Osnabrück, der PD Braunschweig und der PD Göttingen solle der digitale Probebetrieb in Etappen bis zum 3. Quartal 2013 starten.

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