Anerkennung für unsere Botschafter in Uniform

13. Januar 2012 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

333 Polizeivollzugsbeamte aus Bund und Ländern sind derzeit in mandatierten Friedensmissionen und im bilateralen Polizeiprojekt (Afghanistan) in den verschiedensten Krisenregionen weltweit im Einsatz.

Als Botschafter in Uniform für Demokratie und Menschenrechte tun sie täglich Dienst unter den erschwerten Bedingungen, die sie in den Missionsgebieten vorfinden. So unterschiedlich die Staaten sind, in denen deutsche Polizisten wirken – ein Ziel haben alle Beamten in den Auslandsmissionen: Sie tun ihr Bestes, um die jeweilige Region zu stabilisieren, demokratische Werte zu vermitteln und somit Sicherheit und Freiheit vor Ort – aber auch weltweit – zu fördern.

Auch im Jahr 2011 sind 350 Polizistinnen und Polizisten nach meist einjähriger Dienstzeit im Missionsgebiet aus den unterschiedlichen Auslandsmissionen in die Heimat zurückgekehrt. Eine prägende, interessante aber auch schwierige Zeit voller Entbehrungen, fernab von der Familie und dem Freundeskreis liegt hinter ihnen.

Am 12. Januar wurden diese Polizistinnen und Polizisten aus den Auslandsverwendungen in der Bundespolizeiabteilung Blumberg für ihre Verdienste mit einer Feierstunde für Teilnehmer an polizeilichen Auslandsmissionen des Jahres 2011 geehrt.

Der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, Dr. Christoph Bergner, dankte den Ehrengästen für ihr großes Engagement und ihre gute Arbeit in den verschiedensten Missionen und stellte fest: „Unsere Vorstellung, eine demokratisch geprägte und friedliche Welt zu schaffen, können wir nur mit Menschen wie Ihnen verwirklichen. Daran müssen wir festhalten. Allerdings sind wir noch lange nicht am Ziel. Das zeigt schon ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr. Es war geprägt von den politischen Umbrüchen in den bis dato autoritär geführten Staaten Nordafrikas, Tunesien, Ägypten und Libyen. Der Beginn des sogenannten arabischen Frühlings und die Vehemenz haben uns wohl alle überrascht. Alle Demokraten müssen diese Staaten auf ihrem Weg in eine freiere, Menschenrechte respektierende Zukunft unterstützen. Das ist ein besonderes Anliegen der internationalen Staatengemeinschaft.“

Die Abschlussworte von Polizeihauptkommissar Uwe N., der Erfahrungen in zwei Auslandsmissionen (Kosovo und zuletzt Liberia) sammeln konnte und stellvertretend für alle Missionsteilnehmer sprach, bewegten die Herzen der Anwesenden und weckten wohl bei Vielen entsprechende Erinnerungen: „Ich werde wohl nie mehr das großartige afrikanische Lächeln der Menschen in Liberia vergessen. Ein Lächeln, das für alle Entbehrungen entschädigte und deutlich machte, wofür ich in Auslandsmissionen gegangen bin. Ein ehrliches Lächeln der Menschen in Liberia, das mich die Probleme des Landes für einen kurzen Moment vergessen ließ. Ein Lächeln, das nach meiner Wahrnehmung, Dankbarkeit für unsere Arbeit ausdrückte, Hoffnung für die Zukunft machte und mir zeigte, wie wichtig es ist, Menschen in Einsatzgebieten weltweit mit dem nötigen Respekt auf Augenhöhe zu begegnen.“

Deutschland hat sich 2011 mit rund 770 Polizeivollzugsbeamtinnen und –beamten des Bundes – darunter Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei, des Bundeskriminalamtes und des Zolls – und der Länder in sieben Friedensmissionen der Europäischen Union, vier Missionen der Vereinten Nationen und drei bilateralen Projekten engagiert.

Bergner hob die Relevanz dieser Aufbauhilfe im Gesamtkontext hervor: „Zivile Komponenten, das zeigen die derzeitigen Einsätze deutlich, gewinnen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Friedenssicherung und -erhaltung immer mehr an Bedeutung. Sie ergänzen damit den für eine erste Befriedung der Krisengebiete erforderlichen Einsatz militärischer Kräfte.“

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