“Afghanistan-Spange” und Verein “Lachen helfen”

10. Januar 2012 | Themenbereich: Auslandseinsätze, Bayern | Drucken

“Eine professionell arbeitende Polizei ist wichtig für ein geordnetes Zusammenleben in Afghanistan”, so Innenminister Joachim Herrmann. “Deshalb bin ich unseren dorthin entsandten Polizistinnen und Polizisten für ihr großartiges Engagement bei der Aus- und Fortbildung afghanischer Polizisten sehr dankbar.” Als ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung verlieh Herrmann heute Stefan Thiele vom Polizeipräsidium Mittelfranken die ”Afghanistan-Spange” in Gold. Diese vom Bundesinnenminister in Abstimmung mit den entsendenden Bundesländern ins Leben gerufene polizeieigene Auszeichnung gibt es seit Ende 2010 in den Ausführungen ”Bronze” für drei bis sechs Monate Einsatzzeit, in ”Silber” für sieben bis 14 Monate und in ”Gold” ab einer Einsatzzeit von 15 Monaten. Thiele war insgesamt 18 Monate in Afghanistan im Einsatz. Darüber hinaus übernahm Herrmann die Schirmherrschaft für den Verein ”Lachen helfen e.V.” für Bayern. Der Verein kümmert sich seit über einem !

Jahrzehnt tatkräftig um bedürftige Kinder unter anderem in Afghanistan. Herrmann: “Ich bin tief beeindruckt, mit wie viel Herzblut sich unsere Leute für eine friedliche und lebenswerte Zukunft in Afghanistan einsetzen!”

Thiele war im Rahmen des bilateralen deutsch-afghanischen Polizeiprojektes ”German-Police-Project-Team” (kurz GPPT) bis vor wenigen Wochen in Afghanistan. Das Projekt unterstützt den Aufbau der afghanischen Polizei insbesondere im Bereich der Aus- und Fortbildung. 14 Monate lang trug er als Leiter der größten Außenstelle des GPPT in Mazar-e-Sharif für bis zu 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Verantwortung. 2009/2010 war Thiele bereits vier Monate in Afghanistan im Einsatz. “Ich freue mich deshalb, heute an Herrn Thiele die ”Afghanistan-Spange” in Gold verleihen zu können”, betont Herrmann. “Er ist ein exzellenter Botschafter unseres Landes!” An den Ausbildungsmaßnahmen afghanischer Polizisten beteiligen sich seit einigen Jahren auch bayerische Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte. Sie sind in Kabul und in den Regionen Kunduz, Mazar-e-Sharif sowie Feyzabad eingesetzt. Seit November 2009 waren dort bereits 41 bayerische Beamte im Einsatz, aktuell sind es noch 1!

7. “Unsere Polizistinnen und Polizisten leisten unter schwierigen Bedingungen eine ganz hervorragende Arbeit”, stellt Herrmann fest.

Das trifft auch auf den Verein ”Lachen helfen e.V.” zu. Er ist eine gemeinsame Initiative von Soldaten und Polizisten und leistet seit 1998 als gemeinnütziger eingetragener Verein humanitäre Hilfe für Kinder und deren Familien in Kriegs- und Krisengebieten. “Kinder sind die Zukunft eines jeden Landes. Sie sind aber auch die schwächsten Glieder einer Gesellschaft, insbesondere in Kriegs- und Krisenregionen”, so Herrmann. “Gerade die wirkungsvolle Unterstützung betroffener Kinder und deren Familien hat sich der Verein ”Lachen helfen e.V.” auf die Fahnen geschrieben. Daher übernehme ich gerne die Schirmherrschaft für Bayern und hoffe, dass der Verein auch zukünftig die notwendige Unterstützung erhält.” Mittlerweile konnten mehr als 500 Einzelprojekte erfolgreich abgeschlossen werden, vorwiegend auf dem Balkan und in Afghanistan. Ein Schwerpunkt des Vereins ist, die Bildungschancen zu verbessern. Dazu gehört unter anderem der Bau von Schulen in Afghanistan. Herrmann: “Damit leistet ”Lachen helfen e.V.” einen wichtigen Beitrag, den Menschen in diesem krisengeschüttelten Land eine Perspektive zu geben.”

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.