Polnischer Botschafter kritisiert Deutsche Polizei

3. Januar 2012 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Mit der provokanten Frage „Vielleicht ist es ja noch zu einfach, in Deutschland ein Auto zu stehlen?“ hat der polnische Botschafter in Berlin, Marek Prawda, zu einem Sturm der Entrüstung beigetragen. Tausende von Kriminalitätsopfern und auch die Berliner Polizisten fühlen sich unangemessen behandelt.

Prawda hatte zudem in einem Interview in der Märkischen Oderzeitung gesagt, dass Autodiebstahl „zunächst ein Problem der Polizei des Landes sei, in dem die Autos gestohlen werden“.

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG Berlin), Bodo Pfalzgraf: „Das ist ahnungsloser, arroganter Populismus eines Diplomaten, der ganz offenbar Nachhilfe in diplomatischer Zurückhaltung benötigt!“

Während ein Großteil der osteuropäischen Autodiebe das schöne Land Polen als Kriminalitätstransitland nutzt, ist Häme nun wirklich nicht angesagt. Pfalzgraf: „Unsere polnischen Kollegen würden nie auf die Idee einer solchen Äußerung kommen, weil sie Fachleute sind und sich auskennen. Autoschiebereien sind als Teil der organisierten Kriminalität in Europa auch nicht mehr isoliert in einem Land zu bekämpfen, sondern nur mit guter Zusammenarbeit von Fachleuten.“

Die DPolG Berlin sieht außerdem auch die Automobilindustrie in der Pflicht, mit neuer Sicherungstechnik ihren Beitrag gegen den Autoklau zu leisten und sich so dem Verdacht zu entziehen, mit nicht zeitgemäßer Technik die eigenen Verkaufszahlen anzukurbeln

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