Junge Polizisten ziehen positive Bilanz der „Aktion Tu Was“

23. Dezember 2011 | Themenbereich: Polizei, Saarland | Drucken

Insgesamt 100 junge Polizeikommissare in spe waren in der Vorweihnachtszeit an mehreren Abenden gemeinsam mit Beamten der Kontakpolizei des Polizeibezirks Saarbrücken-Stadt und der Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei auf Streife. Sie waren präsent in der Saarbahn, an Bahn- und Bushaltestellen, in der Saarbrücker Innenstadt sowie in den Stadtteilen Brebach, St. Johann und Malstatt.

Gleichzeitig warben die jungen Beamtinnen und Beamte für Zivilcourage und befragten die Bürger zum Bekanntheitsgrad der „Aktion Tu Was“ (www.aktion-tu-was-de), die im Mai 2011 in Saarbrücken startete. In ihren Gesprächen ermunterten die jungen Uniformträger zu richtigem Verhalten bei Gewalt oder anderen Vorfällen in der Öffentlichkeit.

Die wichtigsten Tipps für den Ernstfall verrieten die angehenden Kommissare natürlich auch:

  •  Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen
  • Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
  • Ich beobachte genau und präge mir Täter-Merkmale ein
  • Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110
  • Ich kümmere mich um Opfer
  • Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung

 

An einem der Einsatztage überzeugte sich der Minister für Inneres, Kultur und Europa Stephan Toscani persönlich vom Engagement der Studierenden des Fachbereiches Polizeivollzugsdienst der Fachhhochschule für Verwaltung. Er begleitete sie in der Saarbahn, informierte sich über die „Aktion Tu Was“, stand der begleitenden Presse Rede und Antwort und hatte ein offenes Ohr für die Fragen der Fahrgäste. Auf seine ganz persönliche Sicht der Aktion angesprochen, erklärte der Minister:

„Wenn andere Menschen im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel angepöbelt oder angegriffen werden, ist jeder als Helfer gefragt. Wichtig aber ist, sich dabei nicht selbst in Gefahr zu bringen, sondern verantwortungsvoll und vernünftig zu handeln. Mit der „Aktion Tu was“ leisten unsere Polizeianwärter einen wichtigen Beitrag: Sie unterstützen und ermutigen die Fahrgäste, anderen zu helfen ohne ihre eigene Gesundheit zu riskieren. Durch ihre berufliche Kompetenz und die persönlichen Gespräche fördern die angehenden Kommissare den Mut und die Entschlossenheit einzugreifen. Dies stärkt insgesamt das Verantwortungsbewusstsein in unserer Gesellschaft.“

Im Verlaufe der „Aktion Tu Was“ wurden rund 6.700 Gespräche mit Fahrgästen und Passanten geführt und ebensoviele Flyer und scheckkarengroße Merkzettel der sechs Regeln für den Ernstfall verteilt (www.polizei.beratung.de).

Die Tätigkeit der Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter stieß bei den Fahrgästen der Saarbahn und auch bei den Besuchern des Saarbrücker Christkindl-Marktes auf große und sehr positive Resonanz. Mancher Bürger verlangte weiteres Informationsmaterial, um Verwandte und Bekannten über die Aktion informieren zu können. Gelegentlich wurde auch eine vertiefende Beratung nachgefragt. Einhellig waren die Passanten über die starke Präsenz der angehenden Polizistinnen und Polizisten in der Dämmerung und Dunkelheit erfreut.

Aber auch die Studierenden der Polizei nahmen zahlreiche positive Erfahrungen mit in ihre weitere Ausbildung. So hatten sie Gelegenheit mit dem Bürger anregende Gespräche zu führen, abseits von den üblichen polizeilichen Einsätzen, die oftmals durch Straftaten, Notfälle, Verzweiflung oder Hilfeersuchen auf Seite des Bürgers gekennzeichnet sind.

Ganz nebenbei konnten die Kommissaranwärterinnen und -anwärter durch das Präventionsprojekt ihre Kommunikationsfähigkeit unter Anleitung erfahrener Beamter trainieren und verbessern. Viele Studierende waren von dem positiven Bild, das ihr Berufsstand in der Bevölkerung genießt, angenehm überrascht.

Auch Saarbahn-Geschäftsführer Norbert Reuter zog eine positive Bilanz der Aktion: „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Es ist wichtig, dass unsere Fahrgäste sensibilisiert werden, wie sie sich in Gefahrensituationen am besten verhalten. Die Aufklärungsaktion des LKA passt damit sehr gut zum umfangreichen Sicherheitskonzept unseres Unternehmens.“

Quelle: Landeskriminalamt SAARLAND

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