Weihnachten 2011 in sächsischen Justizvollzugsanstalten

21. Dezember 2011 | Themenbereich: Sachsen, Strafvollzug | Drucken

Für die Inhaftierten (1) in den sächsischen Justizvollzugsanstalten findet Weihnachten hinter Gittern statt. Daher sorgen die Bediensteten und ehrenamtlichen Mitarbeiter – wie auch in den vergangenen Jahren – auf vielfältige Weise dafür, dass die Gefangenen auch unter diesen besonderen Umständen angemessen Weihnachten feiern können.

Staatsminister Dr. Jürgen Martens: „Ich danke allen Bediensteten der sächsischen Justizvollzugsanstalten und den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die sich in der Weihnachtszeit in besonderem Maße um die Belange der Gefangenen kümmern. Ihnen wie auch den Gefangenen wünsche ich gesegnete Weihnachten.“

Bereits in der Adventszeit fanden auf den weihnachtlich geschmückten Stationen der Justizvollzugsanstalten gemeinsame Feiern statt. Zusammen mit den Bediensteten wurden Geschenke und Dekorationen gebastelt, Plätzchen gebacken und weihnachtliche Veranstaltungen durchgeführt.

An den Feiertagen werden in allen Anstalten verschiedene Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen angeboten.(2) Jugendstrafgefangene der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen üben selbst ein Krippenspiel ein, das am Heiligabend vor Mitgefangenen aufgeführt wird. In den Justizvollzugsanstalten Görlitz und Waldheim spielen Posaunenchöre in den Gottesdiensten. Der „Bautzener Gefängnischor“ singt traditionell am 23. Dezember und im Gottesdienst an Heiligabend Weihnachtslieder für die Gefangenen. Neben den besinnlichen Feiern finden gerade zwischen den Festtagen in den Haftanstalten vielfältige Freizeitangebote statt. Besonders Turniere in den Sportarten Schach, Skat, Darts, Kicker und Tischtennis sind bei den Inhaftierten beliebt. In der JVA Görlitz treten die Gefangenen- und die Bedienstetenmannschaften im Volleyball gegeneinander an. Am Silvestertag finden in vielen Justizvollzugsanstalten Gottesdienste zum Jahresabschluss statt.

Um gerade in dieser Zeit möglichst vielen Familien den Besuch ihrer inhaftierten Angehörigen zu ermöglichen, gelten in vielen sächsischen Vollzugsanstalten erweiterte Besuchszeiten. Im Frauenvollzug werden z. B. Mutter-Kind-Begegnungstage durchgeführt. Psychologen, Sozialarbeiter wie auch Seelsorger und ehrenamtliche Mitarbeiter stehen den Gefangenen gerade an den Feiertagen für Gespräche zur Verfügung.

Auch die Speisepläne der Anstalten enthalten – wie in den vergangenen Jahren – zu den Feiertagen traditionelle weihnachtliche Gerichte. Zum Jahreswechsel werden in vielen Anstalten dann Fischgerichte angeboten.

 

(1) Am 1. Dezember 2011 waren 3.509 Personen in den zehn sächsischen Justizvollzugsanstalten inhaftiert.

(2) Eine detaillierte Auflistung der Veranstaltungen und auch der Speisepläne der einzelnen Anstalten für die Weihnachtsfeiertage finden Sie in der Anlage.

 

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