LKA forciert Bekämpfung der Cyberkriminalität

21. Dezember 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Mit einer Bündelung von Personal und Fachwissen, technischer Ausstattung und einer weiteren Sonderlaufbahn für IT-Kriminalisten soll die Bekämpfung der Cyberkriminalität gestärkt werden.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) begrüßt grundsätzlich das von Innenminister Reinhold Gall (SPD) und dem Präsidenten des Landeskriminalamtes Dieter Schneider vorgestellt Maßnahmenpaket. Es bleiben allerdings große Zweifel, ob die damit verbundenen Synergieeffekte ausreichen werden, der Cyberkriminalität ernsthaft Paroli bieten zu können.

Die Kriminalisten beklagen einerseits nach wie vor rechtliche Defizite, wie z.B. bei der fehlenden Vorratsdatenspeicherung und andererseits notorischen Personalmangel.

  •  Neue Kriminalitätsphänome,
  • aufwendigere Beweisführungen,
  • Ermittlungen, die zunehmend keine nationalen Grenzen mehr kennen, und
  • regelmäßige Sonderlagen, die zusätzliche Kräfte binden,

sind Entwicklungen, die das vorhandene Personal schon lange an ihre Grenzen geführt hat.

 

„Ohne Personalverstärkung, insbesondere bei der Kriminalpolizei, wo diese Entwicklungen besonders zum Tragen kommen oder einer konsequenten Aufgabenkritik, werden diese Herausforderungen kaum erfolgreich zu bewältigen sein.“ befürchtet der baden-württembergische BDK-Vorsitzende Manfred Klumpp.

Angesichts den aktuellen erneuten Sparplänen der Landesregierung im Beamtenbereich erscheint es zumindest fraglich, ausreichend qualifizierte Bewerber für die neue Sonderlaufbahn für IT-Kriminalisten zu gewinnen. „Hier stehen wir in unmittelbaren Wettbewerb mit der freien Wirtschaft, wo die IT ebenfalls eine zunehmende Rolle spielt und Nachwuchs gesucht wird. Ohne eine angemessene Besoldung und berufliche Perspektive, werden wir uns schwer tun, Interessierte für solche hochqualifizierte Aufgaben zu gewinnen oder nach ihrer einschlägigen Qualifizierung langfristig zu halten.“ bleibt Klumpp skeptisch und fordert für die Kriminalpolizei eine Besoldung von A12/A13 wie es sie in anderen Bereichen der Landesverwaltung auch gibt. „Die Bekämpfung der Schwerkriminalität sollte z.B. dem Bildungsbereich nicht nachstehen, auch nicht in der Besoldung.“

 

 

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