Da fehlt doch was!!!

21. Dezember 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Für die Polizisten des Bundes gibt es ab dem kommenden Jahr wieder das alte Weihnachtsgeld. Für die Polizisten des Landes NRW gilt das nicht. Sie sollen auch in Zukunft mit einem Mini-Weihnachtsgeld von 30 Prozent des Monatsgehalts abgespeist werden. Zeitgleich mit dem Start der Haushaltsberatungen der Landes für 2012 hat deshalb die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor dem Düsseldorfer Landtag die Aktion Weihnachtsbescherung gestartet. Die GdP fordert, das die Polizisten in NRW genauso wie die Polizisten des Bundes wieder das alte Weihnachtsgeld erhalten. „Wer 100 Prozent Leistung bringt, hat Anspruch auf das volle Weihnachtsgeld“, sagte GdP-Landesvorsitzender Frank Richter.

Weil der Staat sparen muss, war das Weihnachtsgeld für die Beamten seit Mitte der neunziger Jahre in mehreren Stufen von ursprünglich 100 Prozent auf zuletzt nur noch 30 Prozent gesenkt worden. Bei den Polizisten des Bundes ist das anders. Sie bekommen ab dem kommenden Jahr wieder ein Weihnachtsgeld von 60 Prozent. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die Erhöhung des Weihnachtsgelds damit begründet, dass die Beamten in den vergangenen Jahren erhebliche Beiträge zur Haushaltskonsolidierung erbracht haben. Deshalb müssten sie jetzt auch von den steigenden Steuereinnahmen profitieren.

„Das gilt auch für die Polizisten in NRW. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben die gleichen Einschnitte hinnehmen müssen, wie die Polizisten des Bundes. Deshalb müssen sie jetzt genauso von den wieder sprudelnden Steuereinnahmen profitieren“, sagte Frank Richter. „Auch die GdP ist sich der begrenzten Möglichkeiten des Landes bewusst. Aber wir dürfen uns auch nicht tot sparen, sondern wir brauchen wettbewerbsfähige Einkommen im öffentlichen Dienst, wenn wir den in den kommenden Jahren härter werdenden Kampf um die sinkende Zahl der Schulabgänger gewinnen wollen“, fügte Richter hinzu.

1 Kommentar
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  1. Auf solche Ideen kommen meist nur jene aus den warmen Stuben der oberen Abteilungen bis hinauf die zu den gesetzgeben Körperschaften. Wahrscheinlich weil sie sooo wichtig sind, mehr als jeder kleine Beamte an der Basis. Mit solchen Ideen wird die Kluft zwischen den Kollegen nur vertieft. Dann wundert man sich oben, wieso unter den Beamten Frust herrscht.
    Als ehemaliger Personalvertreter, der wegen seiner Gleichheitsbestrebungen sehr oft belächelt wurde, kann ich euch nur raten, lasst es nicht zu, dass man auf diese Weise einen Keil in die Kollegenschaft treibt denn nur gemeinsam ist man stark. Auf Hilfe von Oben zu warten ist so wie auf einen Lotogewinn zu hoffen.

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