Weniger Stellenstreichungen bei der Polizei

15. Dezember 2011 | Themenbereich: Brandenburg, Polizei | Drucken

Innenminister Dr. Woidke verkündete heute in der Presse, dass sein Ministerium Grenzkommunen mit 50.000 Euro unterstützt, um Starterkits mit so genannter künstlicher DNA an potentielle Opfer der rasant gestiegenen Eigentumskriminalität zu verteilen. Die mit der registrierten Substanz gekennzeichneten Wertgegenstände könnten dann bei deren Sicherstellung durch die Polizei eindeutig dem Geschädigten und somit einem Diebstahl zugeordnet werden, erläutert das Ministerium.

„Das ist sicher richtig und auch ein vom BDK unterstützter Schritt im Rahmen der Kriminalitätsprävention“, so Gerd-Christian Treutler (46), Pressesprecher der Kripogewerkschaft BDK. „Was der Minister aber verschweigt ist der Umstand, dass gerade durch seine gerade in der Umsetzung befindliche Polizeireform 1.700 Stellen bei der Polizei gestrichen werden. Beute kann noch so gut präpariert sein, doch was nützt dies, wenn sie nicht sichergestellt werden kann, weil es an Polizisten dazu fehlt?“, fragt Treutler. Das Innenministerium erwecke gebetsmühlenartig den Eindruck, dass haushaltsdiktierter Personalabbau durch technische Aufrüstung ausgeglichen werden könne. Doch kein Computer, kein Auto, keine Datenbank, keine Kamera oder eben auch keine Markierungsmittel können ohne den Fachmann dahinter nachhaltig zur Verbrechensbekämpfung beitragen.

Deshalb fordert der BDK: Schluss mit der Augenwischerei durch immer mehr Technik den Personalabbau ausgleichen zu wollen. Professionell arbeitende Schutz- und Kriminalbeamte sind die Garanten der Kriminalitätsbekämpfung. Jeder Personalabbau bei der Polizei baut auch ein Stück Sicherheit ab und dafür gibt es in Brandenburg keinen Spielraum.