Sicherheitswacht ist unnötiger „Luxus“ auf Kosten der Polizei!

15. Dezember 2011 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Hermann Benker, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), hat seine Kritik an der Sicherheitswacht bekräftigt. Er bezeichnet diese Einrichtung als unnötigen „Luxus“ auf Kosten der Polizei. Außerdem warnt Benker dringend davor, die Gewährleistung der Inneren Sicherheit zunehmend Ehrenamtlichen anzuvertrauen.

„Die für die Sicherheitswacht verwendeten Gelder wären an vielen Stellen des Polizeihaushaltes, beispielsweise bei der Bezahlung und Beförderung der Kolleginnen und Kollegen, besser angelegt“, meint Benker. Der DPolG liegt es fern, das persönliche Engagement der Angehörigen der Sicherheitswacht in Misskredit zu bringen. Der „Kerngedanke“, dass öffentliche Sicherheit und Ordnung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, kam in der Bevölkerung aber nicht an. Vielmehr wurde das subjektive Sicherheitsgefühl durch „gekennzeichnete Hilfskräfte“ beruhigt, so dass der einzelne Bürger erst recht keinen Anlass mehr für Eigeninitiativen sieht.

„Hinzu kommt noch, dass die Ausbildung und Einsatzsteuerung der Sicherheitswacht enorme Ressourcen der Polizei verschlingt“, so Benker.