Polizei Leer/Emden: Hervorragende Zusammenarbeit mit BDSW-Mitgliedsunternehmen

12. Dezember 2011 | Themenbereich: Security | Drucken

Private Sicherheitsdienste gehen seit Jahren auch in ostfriesischen Städten auf Streife. Sie werden von den Ordnungsämtern beauftragt, nach dem Rechten zu sehen, damit die Menschen sich sicherer fühlen. So sollen etwa Schlägereien, Einbrüche, Farbschmierereien und Fahrraddiebstähle verhindert werden. Die Polizei hat damit kein Problem – im Gegenteil: Man arbeitet zusammen. Neuerdings auch offiziell.

Die Polizeidirektion Osnabrück, zu deren Gebiet Ostfriesland zählt, und das in Emden ansässige Sicherheitsunternehmen BOS haben Ende November in Leer eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Möglichkeit, solche Verträge zwischen Polizei und Privatfirmen zu schließen, besteht in Niedersachsen seit 2010. Johannes Lind, Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden, spricht von einer „hervorragenden Zusammenarbeit“ – und betont zugleich, dass die privaten Wachleute kein Ersatz für die Polizei seien: „Sie haben keinerlei polizeiliche Befugnisse – unterstrichen und fett.“ Sie tragen keine Waffen (höchstens Pfefferspray zur Selbstverteidigung), dürfen niemanden durchsuchen. Aber sie haben – wie jedermann – zum Beispiel das Recht, einen auf frischer Tat ertappten Dieb festzunehmen oder Nothilfe zu leisten.

Die Dienste der Privatfirmen seien eine sinnvolle Ergänzung der Polizeiarbeit, sagt Lind: „Das geschulte Auge der Firma BOS ist für uns hilfreich. Es geht darum, mehr zu sehen und mehr zu wissen.“ Die Kooperationsvereinbarung besagt, dass die BOS-Mitarbeiter von der Polizei fortgebildet werden. „Das A und O sind qualifizierte Leute, die nicht überreagieren“, sagt Lind. „Schlägertypen können wir nicht gebrauchen.“ Lind betrachtet die Kooperationsvereinbarung mit BOS als Initialzündung. „Wir sind offen für andere Verträge. Je mehr, desto besser.“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen hat gegen die Zusammenarbeit von Polizei und privaten Sicherheitsdiensten nichts einzuwenden. „Es ist gut, wenn diejenigen, die für Sicherheit einstehen, gut zusammenarbeiten“, sagt Christian Hoffmann, Pressesprecher der GdP in Hannover. „Uns ist aber wichtig, dass solche privaten Dienste Polizisten nicht ersetzen können.“

 

 

 

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