Politisch fragwürdige Organisationen beim Volkstrauertag ausschließen

2. Dezember 2011 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aufgefordert, in Zukunft genau darauf zu achten, dass an den Veranstaltungen des Volksbundes zum Volkstrauertag Teilnehmer ausgeschlossen werden, deren Verankerung in der demokratischen Gesellschaft fragwürdig ist. „Die Landesfeier zum Volkstrauertag, an der ich dieses Jahr in Vertretung des Ministerpräsidenten teilgenommen habe, ist dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Es ist unzumutbar und völlig inakzeptabel, wenn hier auch Leute anwesend sind, die nicht zweifelsfrei auf dem Boden der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stehen.“

Der Volkstrauertag eint nach den Worten Herrmanns alle demokratischen, gesellschaftlichen Kräfte in der bedingungslosen Ablehnung nationalsozialistischen und rassistischen Gedankenguts. So nahmen an der Landesfeier des Volksbundes neben der Bayerischen Staatsregierung zahlreiche Vertreter der Landeshauptstadt München, des Konsularischen Korps und der Religionsgemeinschaften teil, so etwa auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch. Anschließend wurden am Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege Kränze des Bayerischen Ministerpräsidenten, der Landtagspräsidentin und des Münchener Oberbürgermeisters niedergelegt. Herrmann: „Verfassungsfeinde haben hier nichts zu suchen.“

Herrmann unterstrich, dass gerade der Volkstrauertag ein Tag der Erinnerung, der Mahnung sowie des Friedens sei. „Tausende, insbesondere auch junge Menschen beziehen hier klar Stellung gegen Intoleranz und Fanatismus jeder Art, ob Nationalsozialismus oder Islamismus. Sie engagieren sich ehrenamtlich bei der Pflege der Kriegsgräber, sie engagieren sich für Völkerverständigung, Versöhnung und für den Frieden in dieser Welt.“

Herrmann sagte, es sei bedauerlich, dass bei der diesjährigen Landesfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge keiner der Teilnehmer die Präsenz von Gruppen mit politisch fragwürdigem Hintergrund erkannt habe. Es habe von keiner Seite einen Hinweis darauf gegeben. Für die Zukunft müsse das ausgeschlossen werden.

 

 

 

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