Startschuss für landesweiten Probebetrieb im Digitalfunk

30. November 2011 | Themenbereich: Ausrüstung, Mecklenburg-Vorp., Polizei | Drucken

Mit dem heutigen Tag verfügt Mecklenburg-Vorpommern als erstes Flächenland in der Bundesrepublik landesweit über ein digitales Funknetz.

„Mit dem Beginn des erweiterten Probebetriebes, der den Nutzerinnen und Nutzern erstmals die Möglichkeit gibt, das gesamte System mit allen Komponenten unter Praxisbedingungen zu erproben, ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Ziel des Probebetriebes ist es, herauszufinden, ob und wo in technischer Hinsicht und im Bereich der Funkversorgung nachgesteuert werden muss. Es erfolgt jetzt die notwendige Feinjustierung des Digitalfunks“, so Innenminister Caffier. „Auch die Organisation und Abläufe im Betrieb sowie die Regelungen zur Nutzung des Netzes müssen auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden. Dies wird ebenfalls im erweiterten Probebetrieb erfolgen.“

Das neue Digitalfunknetz wird die Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften und Katastrophenhilfe in die Lage versetzen, flächendeckend und abhörsicher zu kommunizieren. Dabei wird nicht nur der interne Sprechfunk über das Netz abgewickelt, auch die behördenübergreifende Kommunikation z.B. bei Großschadenslagen oder bei Katastrophenfällen kann so sichergestellt werden.

Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, mussten rund 120 Basisstationen baulich vorbereitet, mit Funktechnik ausgerüstet und an die beiden Vermittlungsstellen des Landes angebunden werden. Weiterhin wurden bisher 8.000 von rund 20.000 Endgeräten im Land an die Nutzer bei der Landespolizei und den Kommunen ausgegeben.

„Damit beginnt nun eine sechsmonatige intensive Erprobungsphase unter Echtbedingungen in der den Einsatzkräften aber nach wie vor das analoge Funknetz in vollem Umfang zur Verfügung steht. Ein Kommunikationsrisiko in der Phase der Feinjustierung des neuen Funks wird somit von vornherein ausgeschlossen“, so der Innenminister.

 

Bis zur Aufnahme des gesamten Wirkbetriebs Mitte 2012 werden für das Land M-V Kosten in Höhe von rund 34 Mio. EUR angefallen sein.

 

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