Brandübungshaus für gemeinsame deutsch-polnische Feuerwehrausbildung

29. November 2011 | Themenbereich: Brandenburg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Polnische und deutsche Feuerwehrleute werden künftig an der Landesschule und technischen Einrichtung für den Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) gemeinsam für ihre Einsätze üben. Dazu übergaben Finanzminister Helmuth Markov, Innenminister Dietmar Woidke und der Kommandant der staatlichen Feuerwehr der Wojewodschaft Lubiskie (Lebuser Land), Stanislaw Wesierski, am Dienstag in Eisenhüttenstadt gemeinsam ein neues Brandübungshaus und drei Einsatzfahrzeuge an die künftigen Nutzer. Auf drei Etagen können in dem Gebäude reale Brandszenarien in Treppenhäusern, Kelleräumen, Garagen, Küchen, Wohnräumen und auf Fluren nachgestellt werden. Die Gesamtkosten des deutsch-polnischen Projektes in Höhe von 2,6 Millionen Euro wurden von der EU mit 2,21 Millionen Euro aus Mitteln des INTERREG IVA-Programms bezuschusst.

Zugleich wurde das Lehrgebäude 1 der LSTE nach Abschluss der Modernisierungsarbeiten wieder seiner Bestimmung übergeben. Beim Umbau wurden für rund eine Million Euro eine Lehrleitstelle für den Digitalfunk sowie Unterrichtsräume für die naturwissenschaftliche Ausbildung und Planspielübungen mit modernster Lehrtechnik eingebaut. Seit 2001 wurden insgesamt rund 14,6 Millionen Euro für Modernisierung und Ausbau der LSTE investiert.

Innenminister Woidke betonte: „Die Errichtung des gemeinsamen Brandübungshauses stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Feuerwehren vor allem unter dem Gesichtspunkt des gemeinsamen Einsatzes der Kräfte.“ Wie wichtig diese Zusammenarbeit sei, habe sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei der Bewältigung der verschiedenen Hochwasserlagen gezeigt. Außerdem sei eine moderne, an den heutigen vielfältigen Anforderungen ausgerichtete Ausbildung für Einsatz- und Führungskräfte der Feuerwehren unabdingbar zur professionellen Bewältigung der immer vielfältiger werdenden Gefahrenszenarien. „Wir sind es aber auch den zumeist ehrenamtlichen Feuerwehrleuten schuldig, dass wir ihnen für ihre gefahrvollen Einsätze die bestmögliche Ausbildung bieten“, sagte der Minister.

Als Bauherr des neuen Brandübungshauses betonte Finanzminister Markov: „Das heut übergebene Brandübungshaus ist ein Symbol der wachsenden grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Hier können ab sofort deutsche und polnische Einsatz- und Führungskräfte der Feuerwehr unter realitätsnahen Bedingungen gemeinsam trainieren. Das ist für die Region von zentraler Bedeutung.“ Er unterstrich zugleich, dass die Landesregierung trotz schwieriger Hauhaltslage konsequent am Ausbau der LSTE festgehalten habe. Insgesamt habe Brandenburg mehr als zwölf Millionen Euro allein in die verschiedensten Baumaßnahmen wie etwa ein neues Bettenhaus, einen Übungsturm, ein Atemschutzzentrum, Lehrgebäude und Übungshalle und in das nun fertig gestellte Brandübungshaus am Standort Eisenhüttenstadt investiert. In Letzteres seien Landesmittel in Höhe von rund 300.000 Euro geflossen, mit den EU-Mitteln des INTERREG IVA-Programms hätten allein die Bauinvestitionskosten rund zwei Millionen betragen.

Wesentliche Aufgabe des LSTE-Standortes Eisenhüttenstadt ist die Ausbildung von Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehren sowie des feuerwehrtechnischen Personals für Berufs- und Werkfeuerwehren. Im vergangenen Jahr nahmen fast 3.800 Feuerwehrangehörige an die 215 angebotenen Lehrgänge der LSTE am Standort Eisenhüttenstadt teil. Die Auslastung des Lehrgangsangebots erreichte damit eine Quote von 93,2 Prozent.

 

 

Ministerium des Innern des Landes Brandenburg

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