Polizei immer öfter Zielscheibe brutaler Attacken

28. November 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Polizeibeamte würden zunehmend Zielscheibe immer brutalerer Attacken, wie die letzten Einsätze beim Castortransport und anlässlich von Fußballspielen gezeigt hätten, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung des vom Düsseldorfer Journalisten und Schriftstellers Peter Jamin geschriebenen Sachbuches „Abgeknallt – Gewalt gegen Polizisten“, das heute im Hildener Verlag Deutsche Polizeiliteratur (VDP) erschienen ist. Der GdP-Vorsitzende: „Auch der tägliche Dienst wird immer gefährlicher.“

Witthaut begrüßte zwar die kürzlich Gesetz gewordene Strafverschärfung bei Widerstandstaten von zwei auf drei Jahre Haft, erneuerte aber seine Forderung nach einem Paragraphen 115 StGB, der tätliche Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte mit einer Strafandrohung zwischen drei Monaten bis zu fünf Jahren deutlich härter bestrafe als Widerstandshandlungen. Der GdP-Vorsitzende: „Attacken auf nichtsahnende Streifenbeamte im täglichen Dienst werden von der Strafbarkeit bisher gar nicht erfasst. Diese hinterhältigen Angriffe müssen auch dann bestraft werden, wenn der Beamte oder die Beamtin nicht verletzt wird.“

Der Polizistenmord in Augsburg Ende Oktober dieses Jahres und die Aufklärung des Anschlags auf zwei Beamte im Jahre 2007 in Heilbronn, bei der eine Polizistin getötet und ihr Kollege lebensgefährlich verletzt wurden, hätten dem Buch, so Witthaut, tragische Aktualität verliehen. „In hoher Intensität und großer Faktenfülle wird erstmalig die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte dargestellt. Wer den Gewalt-Report von Peter Jamin liest, ist erschüttert.“

 

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