Justizministerin begrüßt heute russische Delegation

28. November 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

„Der in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzte Strafvollzug mit seinen innovativen Programmen genießt großes internationales Interesse,“ konstatierte Ministerin Kuder heute in Schwerin. „Nachdem wir in den vergangenen Monaten Delegationen aus der Türkei, dem Libanon, der Schweiz und Schweden zu Gast hatten, begrüße ich heute eine russische Delegation. Ich unterstütze sehr, dass der russischen Delegation die Möglichkeit gegeben wird, die originären Aufgabenbereiche der ambulanten und stationären Arbeit mit Straffälligen kennen zu lernen. Insbesondere soll die hier bereits seit 2007 praktizierte Kooperation zwischen Justizvollzug und Bewährungshilfe vorgestellt werden. Weiter werden Sicherheitsfragen im Fokus des Besuches stehen.“

Die russischen Gäste erhalten einen praktischen Einblick in das seit 2007 standardisierte Verfahren zur Optimierung der Kontroll- und Unterstützungsdichte und die enge Verzahnung zwischen Vollzugseinrichtungen und Bewährungshilfe. Nach einem Informationstag im Justizministerium wird die russische Delegation die Justizvollzugsanstalt Stralsund und die Jugendanstalt Neustrelitz besuchen.

Die Justizvollzugsanstalt Stralsund wird am Dienstag vorrangig Sicherheitsfragen mit den russischen Kollegen erörtern: Neben Ausführungen zur „äußeren“ und „inneren“ Sicherheit im Vollzug wird die Anstalt bauliche Sicherheitsvorkehrungen, technische Kommunikations- und Alarmierungsmittel, Sicherheitsausrüstungen für Mitarbeiter sowie technische Hilfsmittel zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung vorstellen. Auch wird eine Ausbildungseinheit im Rahmen des begleitenden berufsspezifischen Konflikt- und Deeskalationstrainings durch zwei Trainer präsentiert werden.

Die Jugendanstalt Neustrelitz wird den Teilnehmern der russischen Delegation am Mittwoch ebenfalls mit dem Schwerpunkt „Sicherheit“ einen umfassenden Einblick in den Jugendvollzug in Mecklenburg-Vorpommern geben: Nach der Präsentation zur instrumentellen Sicherheit in der Jugendanstalt Neustrelitz werden die Teilnehmer der russischen Delegation umfassend über die administrative und soziale Sicherheit in der Jugendanstalt Neustrelitz, sowie die Jugendgerichtsbarkeit, Behandlung von jugendlichen Straftätern, Resozialisierungsmaßnahmen und schulische sowie berufliche Bildung informiert.

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.