40.000 Euro für Kriminalprävention im Stadtteil

28. November 2011 | Themenbereich: Bremen, Prävention | Drucken

Konflikte friedlich lösen, Kunst statt Schmierereien aus Langeweile, Lebensperspektiven kreativ entwickeln und schließlich Jugendkriminalität verhindern – das alles sind Ziele von Projekten, die  von Innensenator Ulrich Mäurer vorgestellt wurden. Sie werden im Rahmen der stadtteilbezogenen Kriminalitätsprävention gefördert.

„Alle Projekte fördern das kreative, soziale und sportliche Potenzial von Kindern und Jugendlichen. Wer sich aufgrund von eigenen Fähigkeiten stark, kompetent und anerkannt fühlt, der steht auch weniger in der Gefahr, in Jugendkriminalität abzudriften. Wir leisten mit diesen Projekten in den Stadtteilen einen wichtigen Beitrag zur Prävention“, sagte Ulrich Mäurer. Der Innensenator hob außerdem hervor, dass alle Projekte von den lokalen Koordinierungskreisen – bestehend aus Ortsamt, Polizei, Amt für Soziale Dienste und Landesinstitut für Schule – befürwortet wurden. „Vernetzung ist ein weiteres Ziel unseres Programms, das aus Mitteln des Schwerpunkts ‚Stopp der Jugendgewalt‘ finanziert wird. Wir möchten gerne, dass Polizei, Sozialarbeiter und Schule vor Ort in enger Kooperation sind. Nur so kann Prävention langfristig erfolgreich sein“, so der Innensenator abschließend.

 Exemplarisch für die 16 ausgewählten Projekte wurden heute drei Initiativen vorgestellt:

Mit dem Graffiti-Projekt „Freiräume“ wird die Fußgängerbrücke an der Martin-Buber-Straße in Kattenturm künstlerisch neu gestaltet. 20 Jugendliche haben so die Möglichkeit, Graffiti-Techniken anzuwenden und sich gleichzeitig mit Vandalismus und Sachbeschädigung auseinanderzusetzen. Die künstlerische Neugestaltung soll außerdem zu einer Imageaufwertung des Stadtteils Arsten-Nord führen.

Die Wilde Bühne wird das Theaterstück „Sturz ins Leben“ produzieren. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen mit ihren Träumen, Stärken und Lebensfragen. Nach der Aufführung des Präventionsstücks diskutieren die Schülerinnen und Schüler mit den Schauspielern, die alle ehemals drogenabhängig waren.

Boxen für Mädchen steht in Huchting auf dem Programm. Mit den Fördermitteln können zwei neue Boxgruppen – speziell für Mädchen – eingerichtet werden. Boxen dient dem Stress- und Aggressionsabbau und stärkt das Selbstbewusstsein. Neben einer Thaibox-Lehrerin unterstützt eine Sozialarbeiterin das Sportprojekt.

Für stadtteilbezogene Projekte der Kriminalprävention stehen insgesamt 40.000 Euro zur Verfügung. Die Vergabe der Mittel läuft über die Kooperationsstelle Kriminalprävention, die beim Senator für Inneres und Sport angesiedelt ist. Die Kooperationsstelle bietet allen Akteuren vielfältige Unterstützung in den Bereichen Vernetzung, Informationsbeschaffung, Fortbildung, Mitteleinwerbung, Evaluation, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit an. Ziel der Kooperation ist es, ein transparentes Netzwerk aus Sicherheitspartnern des öffentlichen und privaten Sektors aufzubauen, zu stärken und kriminalpräventive Arbeit insbesondere auf Stadtteilebene zu unterstützen und zu fördern. Weitere Infos unter www.kriminalpraevention.bremen.de Externes Angebot; auf der Seite findet sich auch eine Projektdatenbank, die einen Überblick über sämtliche Präventionsprojekte in Bremen bietet.

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