Polizei braucht die Vorratsdatenspeicherung

24. November 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

In einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin hat der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, hat die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung gefordert. Aus „ermittlungstaktischen Gründen“ müssten Daten bis zu zwei Jahren gespeichert werden. Dies hätte auch im Fall des Zwickauer Neonazi-Trios hilfreich sein können, sagte der GdP-Vorsitzende.

Nach einem Verbrechen könne die Polizei „ein Netzwerk besser recherchieren und weitere Details nachermitteln“. Deshalb sei es, so Witthaut, aus „rein ermittlungstaktischen Gründen“ notwendig Daten bis zu zwei Jahre zu speichern. Witthaut mahnte zudem an, aufzuklären, ob auch die Polizei in dem Fall Fehler gemacht habe, so beispielsweise in der Zusammenarbeit mit anderen Behörden. Das Verhalten der sogenannten Zwickauer Zelle, jahrelang nicht an die Öffentlichkeit getreten zu sein, sei aber „atypisch“ gewesen.