Sparpolitik im öffentlichen Dienst führt in die Bredouille

17. November 2011 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

„Der aktuell vorgelegte Demographiebericht der Bundesregierung geht an den drängenden Problemen vorbei. Zu Recht erwarten Bürgerinnen und Bürger eine gute Daseinsvorsorge und eine funktionierende Infrastruktur. Sollte die einseitige Sparpolitik weiter betrieben werden, gerät der öffentliche Dienst ernsthaft in die Bredouille“, erklärte Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Dienstag auf dem Schöneberger Forum in Berlin.

„In den nächsten Jahren scheiden die Beschäftigten aus, die in den siebziger Jahren eingestellt wurden. Bund und Länder müssen sofort damit beginnen, Beschäftigte einzustellen und auszubilden. Versäumt man dies jetzt, entsteht irreparabler Schaden für den Standort Deutschland.

Durch die Aufgabenverdichtung für die Beamtinnen und Beamten und wegen der Alterung der Gesellschaft ist es wichtig, die Arbeitsbedingungen für die Belegschaft zu verbessern. Die derzeitige Personalpolitik der öffentlichen Arbeitgeber geht aber genau in die andere Richtung: statt ausreichend Ersatzeinstellungen vorzunehmen und zu klären, welche öffentlichen Aufgaben in Zukunft gebraucht werden, führt die Bundesregierung einseitig Kostensenkungsdebatten.

Allein durch das Angebot von Weiterbildungsmaßnahmen für Führungskräfte wird sich der hohe Krankenstand im öffentlichen Dienst nicht reduzieren lassen. Personalführung und Gesundheitsmanagement müssen eine höhere Verbindlichkeit erhalten und die Beschäftigten und ihre Vertreter als Experten in eigener Sache anerkannt werden.“

Das 14. Schöneberger Forum findet vom 15 bis 16.November in Berlin im Schöneberger Rathaus statt. Das Forum ist die jährliche Fachtagung des Deutschen Gewerkschaftsbundes für den öffentlichen Dienst.

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