Runder Tisch gegen Gewalt braucht differenzierte Alternativen

15. November 2011 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Anlässlich des von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich einberufenen Runden Tisches zum Thema „Fußball und Gewalt“ erklären Viola von Cramon, Sprecherin für Sportpolitik, und Daniela Wagner, Mitglied im Sportausschuss:  Der von Bundesinnenminister Friedrich einberufene Runde Tisch ist zwar schön anzusehen – er ist aber nur eine weitere zentralistische Maßnahme für ein regionsspezifisches Problem. Nötig sind eine konsequentere Umsetzung des bereits im April 2010 vereinbarten 10-Punkte-Plans und eine nachhaltige Strategie in der Gewaltprävention.

Die Verhinderung von Gewalt auf allen Seiten ist oberstes Gebot bei jedem Einsatz, dabei darf die Gewährleistung der Sicherheit der Polizeibeamtinnen und Beamten keinesfalls vergessen werden. Auch Fangruppen müssen von Politik und Verbänden stärker in den Diskurs einbezogen werden, denn nur durch Teilhabe der Betroffenen ist Prävention möglich.

Eine pauschale Ausgrenzung von Fangruppen ist keine Lösung, es müssen verstärkt lokale Ansätze einer nachhaltigen Gewaltprävention geschaffen werden. Dazu gehören mehr Regionalkonferenzen, die auch entsprechendes mediales Echo erhalten.

Wir verurteilen die jüngsten Gewaltexzesse im Umfeld von Fußballspielen. Solche brutalen Szenen haben nichts mit Sport zu tun. Sie beschädigen das Ansehen des beliebtesten Sports in Deutschland nachhaltig und ruinieren die positive Botschaft, die der Fußball vermitteln kann.

Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen

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