Konsequent gegen gewaltbereite Fußballfans vorgehen

15. November 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat den heutigen Runden Tisch zur Fußballfan-Gewalt bei Bundesinnenminister Friedrich grundsätzlich begrüßt. DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Es ist gut, dass der Bundesinnenminister die Initiative ergriffen hat und das Problem gewalttätiger Fußball-Fans bei ihm hohe Priorität besitzt.“

Die geplante Einsetzung einer „Task Force Sicherheit“ aus Politik, Verbänden, Justiz sowie Fan-Vertretern ist nach Ansicht der DPolG richtig und notwendig. Wendt: „Wenn jetzt alle Beteiligten am gleichen Strang ziehen, kann die Gewalt rund um die Fußballstadien eingedämmt werden. Dazu bedarf es jedoch konkreter Maßnahmen und dem wirklichen Willen jedes einzelnen.“

Die DPolG unterstreicht ebenso wie der Runde Tisch die Absage an jeglichen Einsatz von Pyrotechnik. Wendt. „Das ist und bleibt eine Straftat. Wir erwarten von den Fanvertretern und auch vom DFB, dass dies nicht noch einmal zur Diskussion gestellt wird. Überdies erwarten wir von der Politik und den Vereinsverantwortlichen, dass brisante Fußballspiele und andere polizeiliche Großeinsätze wie beim Castor-Transport, zeitlich entzerrt werden. Die Polizeieinsatzkräfte werden sonst in kurzer Zeit personell ihr Limit überschreiten und nicht mehr für ausreichend Sicherheit sorgen können. Ein spielfreier 1. Mai kann nur ein erster Schritt sein.“

Die DPolG plädiert beim Vorgehen gegen Fangewalt rund um den Fußball für die Einführung von Namengebundenen Tickets oder die Ausstellung von Fanausweisen. In Italien braucht man seit einigen Jahren einen Fanausweis, um an bestimmte Eintrittskarten zu kommen. „Auch in Deutschland wäre die Einführung von Fanausweisen sinnvoll. Es ist erwiesen, dass diejenigen, die bereit sind ihre Personalien anzugeben, weniger zu Gewalt neigen.“ so Wendt.

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