Jugendliche Strafgefangene lernen im Teamsport fürs Leben

11. November 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU): „Ich freue mich, dass es uns rund 10 Jahre nach der Eröffnung der neuen Jugendanstalt nunmehr gelungen ist, den Bau der Anstalt mit der Sporthalle zu vollenden. Bereits bei der Planung der Anstalt im Jahr 1998 war der Bau der Sporthalle vorgesehen. Aus finanziellen Gründen musste die Justiz allerdings über viele Jahre auf die Halle verzichten.“

„Besonders im Jugendvollzug ist Sport wichtig,“ betont Ministerin Kuder. „Hier wird den jugendlichen Strafgefangenen zum Einen gezeigt, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten können, zum Anderen lernt man im gerade im Teamsport „für das Leben“! Die Ausübung der im Vollzug angebotenen Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball, Tischtennis oder Laufen trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei und fördert die Entwicklung des Selbstwertgefühls und – das Lernen und Einhalten von Spielregeln! Man lernt Rückstände aufzuholen, Erfolge zu erleben und mit Niederlagen umzugehen. Die Anlage zu Kooperationsfähigkeit, gegenseitige Rücksichtnahme, zum Regelverständnis und die Erhöhung der Frustrationstoleranz können Faktoren sein, die junge und heranwachsende Gefangene befähigen, künftig ohne Straftaten zu leben.“

„Sport ist nicht das Allheilmittel zur Integration von Straftätern,“ Justizministerin Kuder weiter, „aber als Teilbereich des gesellschaftlichen Zusammenlebens ein ganz wesentlicher Bestandteil der Resozialisierung. Ich begrüße daher sehr, dass mit dem Bau der Sporthalle jetzt unabhängig von Witterungseinflüssen das ganze Jahr über vielseitige Sportangebote vorgehalten werden können. Wir kommen damit auch den gesetzlichen Anforderungen des Jugendstrafvollzugsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern einen Schritt näher. Danach soll den Gefangenen eine sportliche Betätigung von mindestens zwei Stunden wöchentlich ermöglicht werden. Die heutige Übergabe ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass wir alles daran setzen, das Gesetz mit Leben zu erfüllen.“

„Ich freue mich außerordentlich, heute hier den offiziellen Startschuss für die sportlichen Aktivitäten der jugendlichen Gefangenen zu geben,“ so Ministerin Kuder abschließend. „Ich wünsche den jugendlichen Gefangenen viel Freude in der neuen Sporthalle und – das habe ich mir sagen lassen, dass die in der Kreisliga spielende Auswahlmannschaft zu alter Stärke zurückfindet.“

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