Scharfe Kritik an Umgang mit verletzten Polizisten

9. November 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Eine Schussverletzung durch einen Straftäter, ein bewaffneter Angriff mit einem Messer oder eine in unmittelbarer Nähe explodierende Handgranate. Immer wieder werden Kolleginnen und Kollegen in Hamburg in ihrem gefährlichen Beruf von Gewalttätern attackiert und zum Teil schwer verletzt. Und was macht der Dienstherr: Als sog. qualifizierte Dienstunfälle wurden diese Fälle versorgungsrechtlich nicht anerkannt. Über 20 derartige Fälle sind der GdP bekannt. Stattdessen versetzt man die Betroffenen, die den Kopf hingehalten haben, in den Ruhestand und versucht alles, um Kosten zu sparen.

Der Landesvorsitzende der GdP Hamburg, Uwe Koßel kann dies überhaupt nicht nachvollziehen: „Dies ist ein skandalöser Umgang mit unseren Hamburger Kolleginnen und Kollegen, die Tag für Tag ihre ganze Kraft aufbringen, um in Hamburg für Sicherheit zu sorgen.“

Uwe Koßel weiter: „Und dann müssen sich die Verletzten auch noch unterstellen lassen, sie waren vorher bereits krank, hätten sich entsprechende Privatgutachten gekauft und vor allem, dass man sich doch bitte nicht so anstellen solle.“

„Statt sich intensiv zu kümmern, wird stattdessen versucht, die Kolleginnen und Kollegen zu befördern – und zwar aus der Polizei hinaus. Und das mit Schwung und mit dem Segen des Polizeipräsidenten!“ macht Uwe Koßel deutlich.

Koßel, lange Zeit in der Bereitschaftspolizei Hamburg tätig, stellt sich eindeutig vor seine Hamburger Kolleginnen und Kollegen: „Wir fordern den Polizeipräsidenten auf, sich seiner umfassenden Fürsorgepflicht bewusst zu sein. Wir lassen nicht zu, dass in Zeiten zunehmender Gewalt gegen Polizeibeamte, sinkender Bewerberzahlen und einem Mehr an Aufgaben für die Polizei der Fürsorgeauftrag des Dienstherren keinen Wert mehr hat.“

 

Abschließend macht der Landesvorsitzende Uwe Koßel deutlich: „Unsere Kolleginnen und Kollegen sind verlässliche Partner und erwarten, dass sich der Dienstherr ebenfalls so verhält. Herr Polizeipräsident, werden sie sich endlich ihrer Verantwortung bewusst und handeln sie im Sinne der Hamburger Polizeibeamten!“

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