Landesvorstand und Landesausschuss tagen in Duisburg

8. November 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

„Der Staat muss endlich seine Polizei schützen!“ Wachsende Gewalt und Brutalität gegen Polizeibeamtinnen und -beamte ist für die DPolG besorgniserregend. Die Polizei ist immer öfter wachsenden Aggressionen und äußerster Brutalität ausgesetzt.

Die Polizei sieht sich mit einer völlig neuen brutalen Art von Gewalt ohne Rücksicht auf Folgeschäden konfrontiert. Die Gewaltspirale dreht sich stetig nach oben!

Die Übergriffe nehmen zu, Berichte über verletzte und getötete Kolleginnen und Kollegen entnehmen wir der täglichen bundesweiten Berichterstattung.

Vor wenigen Tagen wieder ein erschossener Kollege in Bayern bei einem Routineeinsatz, verletzte Polizisten und zerstörte Einsatzmittel wie Streifenwagen bei Fußballspielen. Täglicher Widerstand bei den kleinsten Anlässen wie Verkehrsbehinderungen oder der Schlichtung von Streitigkeiten bei häuslicher Gewalt.

Polizistinnen und Polizisten setzen sich gemäß ihres Auftrages täglich für Sicherheit und Gerechtigkeit in unserem Land ein.

Ohne Sicherheit keine Freiheit.

Aber die Polizei braucht auch Rückhalt!

Rückhalt von innen, von den Führungskräften, von außen, von der Justiz und insbesondere von der Politik. Wenn dieses Gefüge nicht mehr stimmt, droht der inneren Sicherheit und Freiheit des Einzelnen der Untergang.

Da, wo sich der Staat zurückzieht und wo auch nur der subjektive Eindruck entsteht, dass das letztendliche Gewaltmonopol nicht mehr bei der Polizei liegt, kommt es verstärkt zu Gewaltexzessen, wachsender Gewalt und sinkender Akzeptanz gegenüber dem Staat. Dieser drohenden Gefahr gilt es rechtzeitig entgegenzuwirken!

Wir fordern die Justiz jetzt dringend auf, den Strafrahmen sowie alle zur Verfügung stehenden Sanktionsmittel auszuschöpfen und ein deutliches Zeichen bei Gewaltanwendung gegenüber Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zu setzen.

Angriffe auf Polizeibeamtinnen und –beamte geschehen vorsätzlich, bewusst und gewollt, richten sich gegen die Allgemeinheit und damit gegen den Staat.

Wir appellieren an die Verantwortlichen zu Ihrer Polizei zu stehen und diese zu stärken!

 

Wer alleine gelassen wird, vollzieht oft unbewusst eine innere Kündigung, was sich wiederum in allen Strukturen und Diensträngen der Polizei wiederspiegelt.

Gerade in dieser Zeit brauchen wir motivierte und engagierte Kolleginnen und Kollegen in allen Führungsebenen, vom Polizeikommissar über den Leitenden Direktor bis hin zur/zum Polizeipräsidentin/-en.

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