Cybermobbing tut weh!

7. November 2011 | Themenbereich: Kriminalität, Niedersachsen | Drucken

„Mobbing im Internet und über Handy ist kein „Streich“ oder harmlose „Neckerei“, sondern eine Beleidigung bis hin zu psychischer Gewalt“, betonte Innenminister Uwe Schünemann am heutigen „Aktionstag gegen Cybermobbing“ in Hannover. „Es ist mir persönlich sehr wichtig, dass die Polizeibehörden in Niedersachsen das Thema „Internetkriminalität“ als gemeinsamen längerfristigen Schwerpunkt der polizeilichen Präventionsarbeit festgelegt haben. Über 90 Radiosender berichten am heutigen Aktionstag über das Thema, um die Eltern, Lehrer und insbesondere junge Menschen zu sensibilisieren.

„Mich freut besonders, dass wir hierbei zunehmend auf die Kooperation mit wichtigen Partnern setzen und neben den beschriebenen Standardmaßnahmen auch Erfahrungen mit sogenannten Leuchtturmprojekten sammeln. Eines dieser Projekte wird sehr erfolgreich im Bereich der Polizeidirektion Hannover unter dem Namen Cyber Licence durchgeführt. Die Polizeidirektion Hannover nutzt den heutigen Tag auch dazu, ihren mit Unterstützung des Fußballprofis Konstantin Rausch gedrehten zugehörigen Imagefilm zu präsentieren. Dabei sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch die Vermittlung von Medienkompetenz insbesondere auch davor bewahrt werden, Opfer einer Straftat zu werden oder durch unbedachtes Handeln selbst Straftaten zu begehen.

„Medienkompetenz trifft Gewaltprävention, unter dieser Überschrift müssen wir uns aufmerksam aktueller Phänomene wie dem Cybermobbing widmen“, so Schünemann. Es geht aber auch darum, sensibel zu machen für Gefahren durch den Missbrauch im Zusammenhang mit Internetforen und Chats. Dies geschieht grundsätzlich durch Informationsveranstaltungen und Informationsmaterial, das auch gezielt in Schulen und Jugendbereiche verteilt wird.

Darüber hinaus gibt es Konzepte des Programms „Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ (ProPK), die bundesweit wirken und in die auch die niedersächsische Polizei eingebunden ist. Seit Jahren und auch in Zukunft werden über dieses Programm Präventionsmedien zur Sicherheit im Umgang mit den neuen Medien zur Verfügung gestellt.

Ein Großteil der relevanten Delikte wird durch die Polizei im Bereich „Beleidigungen“ registriert. Sieben Prozent (7,2% / 1.321 Fälle) davon wurden im Internet begangen. Die Tendenz ist steigend, weil die Nutzung der sogenannten Neuen Medien immer populärer wird.

Die Aufklärungsquote aus 2010 ist bei der „Beleidigung“ insgesamt mit über 90 Prozent (92,11%) sehr hoch. Mitursächlich hierfür ist der Umstand, dass den Opfern die Täter in der Regel bekannt sind. Bei den Fällen von Beleidigungen, die über das Internet begangen wurden

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