Bundespolizei und Zoll in Deutschland stärken

4. November 2011 | Themenbereich: Bundespolizei, Zoll | Drucken

„Drogen zerstören Leben. Die Polizei unternimmt alles, um den Handel und die Ausbreitung von harten Drogen zu verhindern. Dazu braucht es aber eine noch stärkere europäische Zusammenarbeit“, begrüßt der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Rainer Wendt den neuen europäischen Pakt gegen synthetische Drogen, der vom Europäischen Rat am 27. Oktober 2011 in Luxemburg beschlossen wurde. „Das Geschäft mit Drogen ist eine riesige Industrie, die immer wieder neue Schlupflöcher für den Handel findet. Dieser organisierten Kriminalität müssen wir mit gemeinsamen europäischen Anstrengungen begegnen. Sonst wird die Zahl der Drogenopfer in Deutschland und anderen EU-Ländern unvermindert hoch bleiben“, so der DPolG-Chef in der aktuellen Ausgabe der dbb europathemen.

„Die Folgen von Drogen sind schrecklich. Aufklärung über den Konsum ist das eine, aber ohne die Handelswege dicht zu machen, werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen“, so Wendt. Deshalb sei das Ziel des Rats zu begrüßen, in den zuständigen Behörden künftig größeres Gewicht auf die Schulung im Aufspüren und Zerschlagen illegaler Labors zu legen. Verstärkt sollen sich die Bemühungen auch auf so genannte ‚Legal Highs‘ richten, die legal zu erwerbenden Grundstoffe für synthetische Drogen. In illegalen Werkstätten werden diese zu synthetischen Drogen zusammengemischt. „Wir wissen immer noch zu wenig über die Wege, die die Drogen in Europa zurücklegen. Nur wenn die Behörden europaweit ihre Informationen austauschen und gemeinsame Strategien entwickeln, können wir hier die dringend benötigten Fortschritte erzielen,“ fordert Wendt.

„Allerdings müssen die Kolleginnen und Kollegen, die bereits jetzt schon eine sehr gute Arbeit machen, dann auch die nötigen Instrumente zur Verfügung gestellt bekommen, um ihre Aufgaben erledigen zu können“, so der DPolG-Chef. Die organisierte Drogenkriminalität könne auf erhebliche Mittel und eine hochentwickelte Infrastruktur zurückgreifen. Mit Stellenkürzungen und Etatstreichungen bei der Polizei sei eine qualitativ hochwertige Drogenbekämpfung nur schwer zu leisten: „Bundespolizei und Zoll liefern gegen den grenzüberschreitenden Drogenhandel hervorragende Arbeit ab, aber der Druck nimmt zu. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Kräfteausstattung und Technik weiter zu stärken!“

 

 

 

 

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