Feierliche Eröffnung des Polizeimuseums in Nienburg

1. November 2011 | Themenbereich: Niedersachsen, Polizei | Drucken

Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Uwe Schünemann, hat am Montag das neue Polizeimuseum Niedersachsen in Nienburg/Weser eröffnet. Vor fast 100 geladenen Gästen aus Politik, Polizei und Gesellschaft brachte er in seiner Festrede seine Freude über die Neugestaltung zum Ausdruck und erklärt, warum ein Standortwechsel von Nöten war. „Die monatelange Arbeit hat sich gelohnt: Wir haben hier in Nienburg ein modernes, überaus gelungenes Polizeimuseum“.

Auf nun 1400 m² wird die Geschichte der Niedersächsischen Polizei präsentiert. Die Ausstellung im Erdgeschoss steht unter der Überschrift „Mobilität bei der Polizei“ und präsentiert den jeweils ersten und letzten „Polizeikäfer“. Außerdem sind Exponate des Haarmann-Falls und ein Tatortwagen zu sehen. Im Obergeschoss gibt es einen „historischen Rundgang“ – Polizeigeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Darüber hinaus ist eine historische Wache aus der Zeit zu Beginn des letzten Jahrhunderts aufgebaut. Die Kosten für die Herrichtung des neuen Polizeimuseums betrugen rund 50.000 Euro und wurden von fünf Partnern (die Stadt und der Landkreis Nienburg, der Landschaftsverband Weser-Hunte e.V., das Museum Nienburg und die Stiftung der Sparkasse Nienburg) aufgebracht, denen Minister Schünemann in seiner Rede ausdrücklich dankte.

Das Polizeimuseum gehört zur Polizeiakademie Niedersachsen, deren Hauptsitz sich ebenfalls in Nienburg/Weser befindet und die das Polizeimuseum wissenschaftlich-methodisch begleiten soll. Für die Herrichtung des Museums hatte sich der Leiter der Polizeiakademie, Johannes- Jürgen Kaul, professionelle Unterstützung durch den Leiter des Museums Nienburg, Dr. Eilert Ommen, geholt.

„Die Entscheidung für Nienburg als neuen Standort war „goldrichtig“, betonte Schünemann. Direkt in der Fußgängerzone Nienburgs gelegen, passt sich das Polizeimuseum hervorragend in die Museenlandschaft der Weserstadt ein“. Von dem neuen Standort verspricht sich der Minister eine höhere Besucherzahl als zuletzt die 5000 jährlich in Hannover.

„Der bisherige Standort an der Göttinger Chaussee in Hannover war schlichtweg zu teuer. Insbesondere in den Wintermonaten stiegen die Betriebskosten in unvertretbare Höhen. Dies hat auch der Landesrechnungshof so festgestellt.“

Zuletzt beliefen sich die Unterhaltskosten auf über 280.000 Euro jährlich, in Zeiten der Schuldenbremse ein nicht mehr vertretbarer Posten. Dennoch stand eine Schließung der Polizeigeschichtlichen Sammlung, so der frühere Name des Polizeimuseums, nie zur Debatte, so der Minister.

„Sie steht dafür, die Tradition der Landespolizei zu bewahren“ und ist „das Sahnestück“ der niedersächsischen Polizei.“

Die Öffnungszeiten orientieren sich an denen der anderen Museen in Nienburg/Weser:

Dienstag bis Donnerstag 10-17 Uhr, Freitag 10-13 Uhr, Samstag im Zeitraum von Anfang Mai bis Ende August in der Zeit von 14-17 Uhr. Sonntags 14-17 Uhr.

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