Ein Präsident auf Abruf!

31. Oktober 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Dem Präsidenten der Hochschule der Polizei wurde durch den Hochschulsenat – dem zentralen Gremium der Selbstverwaltung der Hochschule der Polizei – das Vertrauen entzogen. Das ist ein bisher einmaliger Vorgang im Hamburger Hochschulwesen!! Die offenkundig gewordene Unfähigkeit des Hochschulpräsidenten, mit seinem wissenschaftlichen Personal, Studenten und Mitarbeitern in einer fachlich und persönlich konstruktiven und vertrauensvollen Art und Weise umzugehen, führte zu dieser Entscheidung.

Allein der Umstand, dass er sein Amt lediglich durch Beziehungen in einem fragwürdigen „Auswahlverfahren“ erhalten hat, ist bezeichnend. Sein gescheiterter Ausflug als Oberbürgermeisterkandidat nach Bühl (Baden-Württemberg), wo er sich als Opfer des „SPD-Filzes“ in Hamburg darstellte, spricht eine deutliche „Charakter“- Sprache.

Nun hat der übergeordnete, gut informierte Hochschulrat in alter Nibelungentreue entschieden, dem Votum des Hochschulsenates nicht zu folgen. Durch diese Entscheidung wird der HdP zugemutet, einen Präsidenten zu dulden, der aufgrund seiner oben beschriebenen Unzulänglichkeiten zu einer ungeheuren Belastung für Belegschaft und Studenten und damit auch der Gesamtorganisation geworden ist.

Der Hochschulrat hat durch seine Entscheidung die Chance vertan, die Weichen für einen geordneten Neuanfang an der HdP zu stellen. Hier wird offensichtlich auf Zeit gespielt, die man schlicht nicht mehr hat. Das ist ein Affront gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den Studierenden an der HdP!

Die Gewerkschaft der Polizei bezeichnet das Verhalten des Hochschulrates, dem u.a. hochrangige Vertreter der Polizeiführung und der Innenbehörde angehören, als verantwortungslos und als eine die Vernunft verhöhnende Entscheidung.

 

Mittlerweile ist dies ein Zustand, der leider in der Polizei Hamburg Konjunktur zu haben scheint.

2 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Sehr geehrte Redaktion,

    es ist für mich kaum zu glauben, dass Sie als Portal zum Thema Innere Sicherheit einen Flugblatt-Text der Gewerkschaft der Polizei einfach so 1-zu-1 übernehmen ohne weiter zu recherchieren oder die Hintergründe zu beleuchten.

    Mit dem Beitrag werden Sie in reißerischer Art und Weise vor einen Karren gespannt, vor den Sie nicht gehören und vor den auch die meisten Mitarbeiter und Studierende der Hochschule der Polizei nicht gespannt werden wollen. Von einer Unfähigkeit im Umgang mit Mitarbeiter und Studenten, wie durch die GdP geschildert, kann zumindest aus der Sicht der Studenten nicht die Rede sein.

    Der Hochschulrat hat mit seiner Entscheidung gegen die Abwahl von Herrn Feldmann nicht eine deplatzierte Nibelungentreue bewiesen, sondern hat wahrscheinlich vielmehr die Hintergründe des Antrags des Hochschulsenats betrachtet, was man von den verschiedenen Interessenvertretungen und auch von Ihnen als Redaktion nicht behaupten kann.

    Die Behauptung, dass die weitere Anwesenheit von Herrn Feldmann eine ungeheure Belastung und somit ein Affront für die Mitarbeiter und die Studierenden der HdP sei, entbehrt schlichtweg jeder Grundlage und beschädigt das Ansehen der vielen motiviert und engagiert arbeitenden Mitarbeiter der Hochschule. Besonders unter den Studenten genießt Herr Feldmann ein durchweg positives Ansehen, was vielleicht auch der Grund dafür ist, dass im Vorfeld des Senatsantrages die Meinung der Studenten komplett ignoriert wurde und die Studierenden von dem Antrag auf Einleitung der Abwahl erst nach der Entscheidung aus der Presse erfahren mussten.

    Des Weiteren ist es aus demokratischer Sicht wohl sehr bedenklich, dass mindestens ein hoher Beamter der Hamburger Polizei und Mitglied des Hochschulsenates die Abwahl des Präsidenten forciert hat, sich gleichzeitig aber initiativ auf diesen Posten beworben hat. Der hier offensichtlich vorhandene, eklatante Interessenkonflikt scheint jedoch niemanden zu stören obwohl er mit meiner Grundeinstellung einer demokratisch gewählten Institution nicht vereinbar ist.

    Mit dem durch die Gewerkschaft der Polizei veröffentlichten Flugblatt zeigt die Interessenvertretung vielmehr erneut, wie weit Sie sich von den eigentlichen Personen, deren Interessen Sie angeblich vertritt, entfernt hat. Die Interessen der Mitarbeiter der Hochschule der Polizei, insbesondere den Angestellten in der Hochschulverwaltung, dürften wohl deutlich differenzierter zu betrachten sein, als es die GdP mit dem Flugblatt tut.

    Vielmehr bekommt man als Student der Hochschule der Polizei den Eindruck, dass die Gewerkschaft im Hinblick auf die durch den Innensenator eingeleiteten Umstrukturierungen mit allen Mitteln versucht, der Hochschule und den dort befindlichen Personen Schaden zuzufügen um Ihre eigenen Gewerkschaftspolitischen Interessen durchzusetzen – koste es was es wolle. Das dies auf dem Rücken der Polizeischüler und Studenten der HdP geschieht, wird völlig ausgeblendet.

  2. Sehr geehrte Redaktion,

    das von der GdP Landesverband Hamburg veröffentliche Flugblatt, welches auch den Polizeidienststellen verteilt wurde, weist laut dem Pressegesetz ein mangelhaftes Impressum auf.
    Der Landesvorstand der GdP scheint nicht ausreichend informiert zu sein. Der Hochschulrat der Hochschule der Polizei hat die Begründung des Hochschulsenats zu seinem Antrag auf Abwahl des Präsidenten Feldmann deswegen abgelehnt, weil die Begründung nicht nachvollziehbar und nicht stichhaltig war. Soweit die Fakten. Der Hochschulsenat hätte sich diesen Antrag schenken können.

    Eine weitere Tatsache ist dem Landesborstand der GdP Hamburg nicht bekannt: Im Hochschulrat sitzt ein Vertreter der Hamburger Wirtschaft sowie ein Vertreter der Wissenschaftsbehörde. Auch diese beiden Herren werden massiv diffamiert.

    Mein Fazit: Der Landesvorsitzende der GdP Hamburg sollte zurücktreten.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.