BDK kritisiert Öffentlichkeitsarbeit

27. Oktober 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der Pressesprecher, Breiding, äußerte sich am heutigen Tag im Rundfunk wiederholt über Vorgänge an einer Potsdamer Schule, welche den Verdacht von sexuellen Missbrauch und Gewalt vermuten lassen. Breiding sprach zu Tatbestandsmerkmalen und der damit verbundenen Einklassifizierung der mutmaßlichen Taten im Strafgesetzbuch, unter Berufung auf eigene Ermittlungen.

Dies kritisiert der BDK – Landesvorsitzende Wolfgang Bauch. Eine solche Einklassifizierung steht nur den ermittelnden Kriminalbeamten und der Staatsanwaltschaft zu. Gerade in solchen speziellen Fällen muss die Eingruppierung durch Fachleute erfolgen und nicht durch Laien. Zudem sollte mit solch öffentlichen Äußerungen behutsam umgegangen werden, da es sich bei den Beteiligten um junge Menschen handelt. Der BDK Brandenburg geht davon aus das entsprechende Strafverfahren anhängig sind. Die Aufklärung von Straftaten, deren Verfolgung und Bewertung ist in Deutschland allein Sache der Strafverfolgungsbehörden. Bauch fordert Bildungsministerin Münch (SPD) auf, auf eine Versachlichung der Berichterstattung Ihres Hauses Einfluss zu nehmen. Selbstverständlich muss das Bildungsministerium handeln, darf seine Kompetenzen aber nicht überschreiten.

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